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Berichte

01. August 2003 – Dichter Qualm hüllte Wohnhaus ein

Vier Personen zur Beobachtung ins Klinikum gebracht – Kellerbrand im Käthe-Kollwitz-Weg

 
(nea) Nach einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus im Käthe-Kollwitz-Weg mussten zwei Frauen und zwei Kinder von den Rettungsdiensten des Deutsches Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Klinikum gebracht werden. Ein weiterer Bewohner musste vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Das Feuer war am Freitagmorgen kurz vor 8.30 Uhr bemerkt worden.
Noch bevor die Feuerwehr eintraf, brachten sich die Bewohner selbst in Sicherheit. Als die ersten Feuerwehrfrauen und -männer an der Einsatzstelle anlangten, war das gesamte Gebäude von dichtem Rauch eingehüllt. Auch in der Straße standen die Rauchschwaden. Als Folge drang der Qualm durch die geöffneten Fenster auch in die zehn Wohnungen ein. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die große Hitze im Keller. Ein elektrisch betriebener Lüfter sorgte dort für bessere Sicht. Der Rauch wurde so durch die kleinen Fensteröffnungen nach draußen gedrückt. Erst jetzt konnten die Feuerwehrleute die Flammen sichten. Mit einem Strahlrohr löschten Atemschutzträger das Feuer und verhinderten so eine Brandausbreitung.
Weitere Atemschutztrupps durchsuchten das Haus nach Bewohnern. Mit Spezialwerkzeug brachen die Rettungskräfte zwei Wohnungstüren auf. Das Eindringen in die verrauchten Wohnungen war nicht ganz einfach, da die Zugänge mit Sicherheits-Türen und -Fenstern gesichert sind. In den Wohnräumen hielt sich jedoch niemand auf. Da blanke Stromleitungen die Einsatzkräfte gefährdeten, schaltete der Bereitschaftsdienst der Elektrizitätswerke den Strom ab. Auch das Gas musste abgestellt werden, da im Keller durch die Hitze ein Gaszähler angeschmolzen war. Gas war glücklicherweise keines ausgetreten.
Die Helfer forderten einen Statiker an, da im Keller durch die große Hitze Teile an der Spannbetonträgerdecke (Hurdisdecke) abgeplatzt waren. Der Statiker stellte fest, dass die tragende Stahlkonstruktion im Gebäude in Mitleidenschaft gezogen worden war. Auf seine Anweisung hin wurden die Stahlträger abgestützt, so dass das Gebäude wieder gefahrlos betreten werden kann.
Das Feuer war offensichtlich in einem Holzverschlag ausgebrochen. Auf Wunsch der Kriminalpolizei wurde weitestgehend auf das Ausräumen des Brandschutts verzichtet, um vorhandene Spuren nicht zu verwischen. Daher musste noch am gleichen Vormittag die Feuerwehr abermals an die Einsatzstelle. Im Keller hatte sich im Brandschutt neue Hitze und Rauch entwickelt. Die Brandstelle löschten die Feuerwehrleute nochmals mit Wasser ab und der elektrische Lüfter blies erneut den Qualm ins Freie.
Die Brandursache steht noch nicht fest. Nach ersten Schätzungen gibt die Polizei den Sachschaden mit rund 20 000 Euro an. Am Nachmittag wurde bekannt, dass keiner der vier ins Klinikum eingewiesene Personen eine Rauchvergiftung erlitten hatte.
Weitere Fotos folgen!
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  Fotos: Oliver Hanser


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