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Berichte
01. März 2003 – Brand im ehemaligen Sägewerk Bauer
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In der Halle des ehemaligen Sägewerks Bauer standen unter anderem mehre landwirtschaftliche Fahrzeuge und eine Yacht. Die Feuerwehr konnte die meisten Geräte retten. Foto: Hendrik Roggendorf
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Um 11.12 Uhr erhielt die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr die ersten Notrufe, dass es in einer Lagerhalle des ehemaligen Sägewerks Bauer in Wollmatingen brennen würde. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen stand der rückwärtige Teil der früher als Holzlager genutzten Halle in Brand. Der Feuerwehr gelang es durch den Einsatz des Wasserwerfers vom Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24-Tr, 6/21), zweier B-Rohre und von 5 C-Rohren die Flammen auf eine Gebäudehälfte zu beschränken.
Die Feuerwehrleute bewahrten die untergestellten landwirtschaftlichen Maschinen, eine Yacht und ein Auto vor der Vernichtung. Relativ großer Sachschaden entstand an einem Mähdrescher, der nahe der Brandausbruchsstelle gestanden hatte. Er konnte erst mit der Seilwinde des Rüstwagens herausgezogen werden. Rund 40 Tonnen gelagertes Stroh musste bis in die späten Abendstunden mühsam mit einem Radlader ins Freie gebracht und dort mit 2 C-Strahlrohren abgelöscht werden. Zwischendurch übernahm der 9. Zug (Dettingen) die Nachlöscharbeiten, bevor wieder der 7. Zug (Wollmatingen) zum Einsatz kam. Die Dettinger waren mit dem LF 8 (9/41) und dem MTW (9/19) von 16.30 Uhr bis gegen 21 Uhr an der Einsatzstelle.
Am Abend beleuchtete der Rüstwagen-Öl (RW 2-Öl, 7/59) die Einsatzstelle. Das Schlauchmaterial blieb liegen, damit die erwarteten Nachlöscharbeiten jeweils rasch wieder aufgenommen werden konnten.
Gegen 5.30 Uhr flackerten Glutnester auf. Die Ständige Wache mit dem Tanklöschfahrzeug (6/21) und die Wollmatinger mit ihrem Löschgruppenfahrzeug (7/45) bekämpften die Flammen. Im Laufe des Sonntags musste die Ständige Wache nochmals ausrücken, um aufflackerndes Feuer zu löschen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über die Schadenshöhe ist noch Nichts bekannt.
Auch am Montagabend musste das Tanklöschfahrzeug nochmals zum Ablöschen kleinerer Glutnester ausrücken!
(rin) Die Polizei hat drei Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren als mutmaßliche Verursacher ermittelt. Die drei Jungen sollen einen Feuerwerkskörper gezündet haben. Der Böller ging funkenschlagend los und setzte Stroh in Brand, das in der Scheune lagerte. Die Kinder retteten sich unverletzt aus der Halle. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 100 000 Euro. In der Lagerhalle hatten sich nach Angaben von Nachbarn immer wieder spielende Kinder getummelt. Mehrfach, so berichtet der derzeitige Pächter, seien Geräte in der Scheune beschädigt worden. Um Unbefugten den Zutritt schwer zu machen, war die ursprünglich offene Halle mit Holzwänden verkleidet worden. Eindringlinge sollen sich aber immer wieder Zugang verschafft haben, indem sie Bretter heraus brachen.
Lagerhalle geht in Flammen auf
Brand in Wollmatingen am ehemaligen Sägewerk Bauer
(rin) Eine Lagerhalle des ehemaligen Sägewerks Bauer ist am Samstag bis aufs tragende Holzskelett abgebrannt. 40 Tonnen Stroh gingen in Flammen auf, eine Segeljacht und mehrere landwirtschaftliche Geräte wurden vor dem Feuer gerettet. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 100 000 Euro. Die Beamten ermitteln in Richtung Brandstiftung. Sichtbares Zeichen des Unglücks war eine riesige Rauchwolke, die Stunden über Wollmatingen hing.
Der Scheunen-Brand beschäftigte über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr bis in die späten Abendstunden des Samstags und auch noch am Sonntag. Denn im Stroh flackerten immer wieder neue Flammen auf. Der Einsatz hatte am Samstag kurz nach 11 Uhr begonnen. Als die Feuerwehr im Mühlenweg eintraf, brannte ein Teil der hölzernen Halle lichterloh. Helfer mit Atemschutz hielten die Flammen im hinteren Teil der Scheune. Im vorderen Bereich zogen sie mit Hilfe von Seilwinden einen Mähdrescher sowie eine Strohballenmaschine ins Freie, fuhren sie zwei Traktoren aus der Halle und verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf eine Motorjacht. Bevor sie explodieren konnte, schafften Feuerwehrleute auch eine Gasflasche aus der Scheune.
Die Feinarbeiten beim Löschen zogen sich über Stunden hin. An die hundert Mal stieß ein Traktor ins Hallenwrack vor, um brennendes Stroh auf eine Schaufel zu laden und zu einer Wiese vor der Scheune zu fahren. Dort wurde das qualmende Stroh ausgebreitet und kontrolliert gelöscht. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr Konstanz halfen auch Hallenpächter Kilian Stadelhofer sowie sein 65 Jahre alter Vater Hubert mit, ein über viele Jahre aktiver Feuerwehrmann, der heute der Altherrenmannschaft angehört.
Die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung. In der Halle, so berichten Nachbarn, hätten sich immer wieder Kinder und Jugendliche aufgehalten, manchmal, um zu spielen, manchmal, um dort heimlich zu rauchen. Im Oktober habe sie eine ganze Gruppe von Kindern aus der Scheune gescheucht, erinnert sich Gabriele Wall, die in Sichtweite zur Scheune wohnt, wo ihr Boot lagert. Seit Eindringlinge die Polster der Jacht aufgeschnitten hatten, habe sie gezielt danach gesehen, wer sich an der Halle herumtreibe.
Nebenerwerbslandwirt Kilian Stadelhofer, der die Halle seit einem Jahr gepachtet hat, berichtet, mehrfach seien Fahrzeuge in der Scheune beschädigt worden. Die Eindringlinge seien auch gekommen, als das ursprünglich offene Lager durch Holzwände gesichert wurde.
Um sich Zugang zu verschaffen, seien immer wieder Bretter weggerissen worden, erzählt eine Verwandte des Geschädigten. Auch am Brandttag wollen Augenzeugen Kinder und Jugendliche in der Scheune gesehen haben.
Fotogalerie (ACHTUNG: Längere Ladezeit)
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