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Berichte
01. Oktober 2007 – „Explosion“ bei BetriebsfestGemeinsame Übung der Feuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen mit dem Malteser HilfsdienstKonstanz/Kreuzlingen (-) Bei Schweißarbeiten während eines Betriebsfestes der pharmazeutischen Firma Dr. Kade in der Opelstraße ereignet sich eine „Explosion“. Im Kartonagenlager – wo die Feier stattfindet – breitet sich das Feuer rasch aus. Mehrere Menschen werden in dem Gebäude vermisst. Dieses Szenario hatte die Konstanzer Freiwillige Feuerwehr für die gemeinsame Übung mit den Kameradinnen und Kameraden aus Kreuzlingen vorbereitet.
Als die ersten Einsatzkräfte auf dem Firmengelände eintreffen, rennen mehrere „Verletzte“ – dargestellt von Jungmaltesern und Jugendfeuerwehr, die professionell vom Malteser Hilfsdienst geschminkt sind – hysterisch umher. Die Feuerwehrleute haben alle Mühe, diese zu bändigen um zu verhindern, dass sie in das „brennende“ Gebäude laufen, um dort nach ihren „vermissten“ Freunden und Kollegen zu suchen. Aufgrund der vorgefundenen Lage werden sofort weitere Kräfte der Konstanzer und Kreuzlinger Feuerwehr sowie die Schnelleinsatzgruppe der Malteser angefordert.
Parallel zur Menschenrettung aus dem Kartonagenlager lässt Einsatzleiter Andreas Knäble eine Riegelstellung aufbauen, um zu verhindern dass der „Brand“ auf das Nachbargebäude mit seiner Technik und der Warenanlieferung übergreift. Ebenso veranlasst er einen umfassenden Löschangriff, um das „Feuer“ in dem langgestreckten Bau einzudämmen. Zwei Verletztensammelstellen werden eingerichtet. Eine davon wird von der Sanität der Kreuzlinger Feuerwehr betreut, die andere von den Maltesern.
Am großen Einsatzleitwagen zeichnet die Führungs-Gruppe die umfangreiche Lage ausführlich mit, um dem Einsatzleiter den Überblick über das Geschehen zu erleichtern. Der Kontakt zwischen den deutschen und schweizerischen Einsatzkräften wird durch eine Konstanzer Verbindungsperson sichergestellt, die sich bei der Kreuzlinger Einsatzabschnittsleitung aufhält. Dies ist nötig, da die Feuerwehren mit unterschiedlichen Funktechniken arbeiten.
In der Nachbesprechung erklärten sich die Übungsbeobachter im Wesentlichen zufrieden mit der gezeigten Leistung der über ein Hundert Einsatzkräfte. Die aufgetretenen Fehler werden in den kommenden Ausbildungsdiensten besprochen. Der Konstanzer Feuerwehrkommandant Dieter Quintus zeigte sich insbesondere von der schauspielerischen Leistung zweier Jungmalteserinnen beeindruckt, die zu Beginn als Verletzte ordentlich für Wirbel gesorgt hatten. Jürgen Waldraff, Leiter der Haustechnik, und Markus Bayer, Leiter der Zentralen Dienste, von Dr. Kade waren von der gezeigten Leistung sehr angetan. Waldraff stellt der Konstanzer Feuerwehr schon ein weiteres Übungsobjekt in Aussicht: Der Gefahrgut-Zug soll den Ernstfall in einem chemischen Labor proben.
Die Feuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen üben jedes Jahr mindestens einmal gemeinsam. Sie wollen gerüstet zu sein, falls eine grenzüberschreitende Hilfe angefordert wird, was alle paar Jahre vorkommt. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-02-22 15:23:16
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