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Berichte

02. Januar 2008 – Feuerwehr beendet rekordverdächtigen Einsatz

Dehnfugenbrand nach über 40 Stunden gelöscht – Füllmaterial kontrolliert abgebrannt

File-id: 4795
Foto: hwr (02.01.2008)
File-id: 4796
Foto: Johannes Braun (01.01.2008)
Am Mittwochnachmittag ging nach über 40 Stunden gegen 16.30 Uhr einer der wohl am längsten dauernden Einsätze in der 150-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr zu Ende. Der Dehnfugenbrand zwischen zwei Häusern in der Petershauser Straße hatte an Silvester gegen 23.15 Uhr begonnen. Der Sachschaden lässt sich derzeit nicht beziffern.
Aus bisher nicht geklärten Umständen hatte das Füllmaterial in dem etwa zwei Zentimeter breiten Spalt zu brennen begonnen. Aufgrund der Beschaffenheit der Fuge war es nur schwer möglich Wasser einzubringen, um den Schwelbrand zu löschen. Die Möglichkeit in die Wände Löcher zu bohren und beispielsweise Kohlendioxid einzubringen verwarfen Feuerwehr, Baurechtsamt und die Wobak. An beide Wände grenzen ausschließlich Wohnungen und der hierbei entstehende Schaden stünde in keinem Verhältnis zum erwarteten Erfolg, so die Einschätzung der Verantwortlichen. Zudem hätten im manchen Zimmern Schrankwände den Zugang zusätzlich erschwert.
Daher beschlossen sie, das Füllmaterial kontrolliert abbrennen zu lassen. Mittels der Wärmebildkamera maßen die Feuerwehrfrauen und -männer laufend die Temperatur hinter den Wänden und hielten die Daten schriftlich fest. So konnten der Brandfortschritt und mögliche bedenkliche Temperaturerhöhungen zuverlässig festgestellt werden. Die Höhenrettungsgruppe sicherte die Einsatzkräfte bei der nicht ungefährlichen Arbeit auf dem Dach.
Am Mittwochvormittag trat nur noch an den Gebäudevorderseiten Rauch aus der Dehnfuge. Daher öffneten die Feuerwehrleute dort vollständig deren Verkleidung und brachten mittels einer speziellen Hochdruckpumpe mit Netzmittel versehenes Wasser ein. Die Pumpe wird in der Regel bei der Beseitigung von größeren Ölspuren auf der Straße verwendet. Sie ist Bestandteil einer Löschanlage, die das Jahr zuvor in ein Feuerwehrfahrzeug nachträglich eingebaut worden war.
Der erste Erfolg stellte sich rasch ein: Asche des Dämmmaterials wurde heraus gespült. Im Laufe des Nachmittags sank die Temperatur zwischen den Wänden auf unbedenkliche Werte. Rauch trat über mehrere Stunden auch keiner mehr aus. So beendete die Feuerwehr schließlich am Nachmittag ihren Einsatz. Ein Gerüst ermöglicht im Notfall den Einsatzkräften einen schnellen Zugang, sollte es zu einem erneuten Temperaturanstieg und einer Rauchentwicklung kommen.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-01-02 20:00:52

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