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Berichte
03. März 2007 – Rekordzahl an Bränden im Jahr 200664 224 Stunden ehrenamtlich geleistet – Jahreshauptversammlung der Freiwilligen FeuerwehrEine Rekordzahl an Bränden, hohe Einsatzzahlen, große Stundenzahlen, zahlreiche Waschmaschinenbrände und die Mitgliederentwicklung bei der Jugendfeuerwehr, waren einige der wichtigen Themen an der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Kommandant Dieter Quintus berichtete in der Halle Petershausen über das Geschehen im Jahr 2006.
64 224 Stunden hätten die ehrenamtliche tätigen Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr geleistet, so Quintus. Dabei kam es zu rund 250 Alarmierungen der Freiwilligen. Insgesamt verzeichnet die Statistik 1518 Einsätze, meist Kleineinsätze die im Wesentlichen von den hauptamtlichen Kräften abgearbeitet worden waren. Darunter fallen rund 300 Einsätze wegen der Vogelgrippe. Trotzdem sei die übrigbleibende Zahl weit über dem langjährigen Durchschnitt, merkte der Kommandant an.
Zu bedenken gäben ihm die 176 Brände, so Dieter Quintus, dies sei die bisher höchste Zahl seit die Statistik geführt werde. Immerhin 18 Brände seien frühzeitig durch die automatischen Brandmeldeanlagen entdeckt worden. Diese hohe Zahl unterstreiche die Wichtigkeit solcher Einrichtungen.
Auffallend sei die hohe Zahl an Bränden mit Waschmaschinen und Wäschetrocknern. Er habe nachgeforscht, um einen Grund für die auffallende Zahl zu finden. Dabei sei herausgekommen, dass die Geräte im Durchschnitt zwölf Jahre alt gewesen seinen. „Die ist relativ alt für eine solche Maschine“, erklärte der Wehrleiter. Aus diesen Erfahrungen heraus sollten die Maschinen niemals unbeaufsichtigt laufen, auch nicht Nachts um mit dem Nachstrom zu sparen. Quintus hat zuhause sogar das Bad mit einem Haushaltsrauchmelder ausgerüstet, was üblicherweise wegen möglicher Fehlalarme durch Wasserdampf nicht gemacht wird.
276 Aktive, 46 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr (1999 waren es noch 102), 51 Angehörige des Spielmannszuges und 89 Mitglieder in der Alterabteilung hatte die Freiwillige Feuerwehr zum Jahresende. Der Altersdurchschnitt bei den Aktiven sei mit rund 38 Jahren „recht passabel“, sagte Quintus. Bei den 26- bis 30-jährigen zeige sich jedoch eine „auffallende Delle“, merkte der Kommandant kritisch an, denn er zähle diese mit zu den Leistungsträgern.
Für Lars Chudzinski, Leiter der Jugendfeuerwehr, ist die Ausweitung des Schulbetriebs auf Ganztagesbetreuung für den Rückgang mit verantwortlich. Außerdem seien relativ viele Jugendliche in die aktive Wehr übernommen worden. Kommandant Dieter Quintus führt noch weitere Gründe an: Geburtenrückgang, weniger Nachwuchs in den Feuerwehrfamilien, ein riesiges Freizeitangebot und viele Ehescheidungen, die zu einem Wechsel im persönlichen Umfeld führten.
Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel sagte, für eine Stadt wie Konstanz sei die Zahl der Aktiven nicht unbedingt ausreichend. „Es stimmt bedenklich, dass im letzten Jahr nur ein Eintritt ohne vorherigen Feuerwehrbezug erfolg ist“, sagte Stoffel. An die Stadt gerichtet, mahnte der Kreisbrandmeister, dass diese mehr in ihr ehrenamtliches Personal investieren solle. Schließlich sein diese Herz und Seele des Betriebes. Die Stadt könne zur Attraktivität des Feuerwehrdienstes beitragen. Er denke dabei an freie Eintritte oder eine Zusatzrente. Dabei sollen nicht die Familienangehörigen vergessen werden. Denn im Gegensatz zu einem Verein sei in der Feuerwehr der Dienst Pflicht.
In mehreren Redebeiträgen äußerten Feuerwehrangehörige ihren Unmut über die nicht erfolgte Rückgabe von Klassenzimmern an die Feuerwehr. Die Räume in der Feuerwache in der Steinstraße werden derzeit von der Gebhardschule genutzt. Eigentlich hätten sie nach spätestens nach sieben Jahren Nutzung durch die Theodor-Heuss-Realschule an die Feuerwehr zurückgegeben werden sollen. Der Bedarf sei groß, betonten die Redner. Oberbürgermeister Horst Frank sagte zu, dass demnächst in einer gemeinsamen Sitzung von Feuerwehr- und Schulausschuss eine Lösung gesucht werden soll.
Ehrungen
Aktive Wehr
25 Jahre: Franz Hahn, Thomas Reuter
15 Jahre: Dietmar Berger, Matthias Martin, Alexander Müller, Ralf Schilling
Spielmannszug
10 Jahre: Daniel Weiss, Maresi Zippelius
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-03-06 01:13:50
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