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Berichte

05. Januar 2004 – Brennendes Gesteck und Kellerbrand zur gleichen Zeit

Brandmeldeanlage verhinderte Schlimmeres – Zimmer zerstört

Kurz nach 1.30 Uhr in der Nacht auf Montag musste die Freiwillige Feuerwehr im Abstand von wenigen Minuten zu zwei Einsätzen ausrücken.
Zuerst rief die automatische Brandmeldeanlage des Tertianums in der Brotlaube die Feuerwehrleute auf den Plan. Dort hatte im ersten Obergeschoss eine auf einem Tresen unbeaufsichtigt brennende Kerze ein Weihnachtsgesteck in Brand gesetzt. Der dadurch entstandene Rauch löste einen Rauchmelder aus. Der Alarm schreckte auch die Pflegerin auf, die geistesgegenwärtig mit einem Glas Wasser die Flammen löschte.
Noch während die Feuerwehr-Fahrzeuge in die Brotlaube fuhren, ereilte die Feuerwehr ein Notruf aus dem Hansjakobweg. Dort brannte es in einem Zimmer einer Einliegerwohnung einer Doppelhaushälfte. Als die ersten Feuerwehrleute dort eintrafen, drang aus dem Haus dichter Rauch, durch eines der Fenster war Feuerschein zu erkennen.
Drei Erwachsene und zwei Kinder konnten sich unverletzt selbst in Sicherheit bringen. Da der Rauch auch in die benachbarte Haushälfte drang, räumte die Feuerwehr vorübergehend ebenfalls. diesen Gebäudeteil. Die Bewohner konnten sich im VW-Bus der Feuerwehr aufwärmen und wurden vom Rettungsdienst betreut. Mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten verlegten drei Löschleitungen. Die Flammen waren rasch gelöscht. Zum Aufspüren von Glutnestern setzten die Feuerwehrleute die Wärmebildkamera ein. Der Bereitschaftsdienst der E-Werke musste den Strom abschalten, da der Stromverteilkasten durch die Hitze zerstört worden war.
Einer der Bewohner hatte den Rauch bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Einsatzleiter Klaus Koch lobte das umsichtige Verhalten der Bewohner, diese hätten versucht den Türspalt der Wohnung abzudichten, um zu verhindern, dass Rauch austritt. Auch seien die Einsatzkräfte gut eingewiesen worden. In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr erneut darauf hin, dass Haushaltsrauchmelder schlafende Personen frühzeitig bei Bränden alarmieren können. In diesem Fall sei es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine Bewohner zu Schaden gekommen seien, so die Feuerwehr.
Als Brandursache ermittelte die Polizei zwei Möglichkeiten, die noch eingehender untersucht werden. Entweder gab es einen technischen Defekt an einem elektrischen Gerät oder eine Nachttischlampe war "verdämmt", zum Beispiel durch ein Kissen verdeckt und dieses durch den Hitzestau in Brand gesetzt worden. Eine vorsätzliche Brandstiftung schließen die Ermittler aus. Der 19-jährige Bewohner – er ist Bäcker – hatte das Schlafzimmer eine knappe halbe Stunde vorher verlassen. Flur und Wohnung wurden erheblich beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 60 000 Euro. Die Bewohner wurden bei Nachbarn untergebracht.
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