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Berichte
05. Juli 2006 – Unwetter verlief glimpflichRund 30 Einsätze für Konstanzer Feuerwehr und THWBeim Unwetter, das am Mittwochabend mit bis zu Windstärke 11 über den Bodensee und den Landkreis Konstanz hinwegfegte, sorgte für rund 30 Einsätze der Freiwilliger Feuerwehr Konstanz und dem Ortsverband Konstanz des Technischen Hilfswerks (THW). Gegen 20.45 Uhr verzeichnete die Feuerwehr-Zentrale in der Steinstraße die ersten Notrufe. Während des Gewitters lösten auch die automatischen Brandmeldeanlagen des Klinikums und der Insel Mainau aus. An beiden Objekten konnten die Feuerwehrleute keine Brände feststellen.
Die Führungs-Gruppe – eine Einheit zur Unterstützung der Einsatzleitung – der Feuerwehr hatte ihren ersten Einsatz in der Führungsstufe "Großschadenslage". Die Wasserschutzpolizei zog das Feuerlöschboot zu einer Suche auf dem Überlinger See hinzu, nachdem dort drei rote Signalraketen abgefeuert worden waren. Dies erwies sich jedoch als Fehlalarm.
Zu beseitigen hatten die Einsatzkräfte während der rund zwei Stunden Bäume, Äste, umgestürzte Bauzäune und Verkehrsschilder sowie ein beschädigtes Dach zu sichern. Im Mühlenweg stürzte bei einem Neubau ein kürzlich gemauerter Dachgiebel ein. Die Höhe der Sachschäden sind nicht bekannt. Bei den von Feuerwehr und THW abgearbeiteten Einsätze wurden keine Menschen verletzt.
Die Polizeidirektion berichtet
Am Mittwochabend zwischen 20.30 und 22.30 Uhr ging über Teilen der Stadt Konstanz ein Unwetterartiges Gewitter mit teilweise orkanartigem Wind und Starkregen nieder. Innerhalb einer halben Stunde gingen beim Zentralen Polizeinotruf 110 in Konstanz circa 90 Notrufe ein. In der gleichen Zeit gingen auf der normalen Amtsleitung ebenfalls nochmals circa 40 Anrufe zumeist bezüglich Unwetter ein. Mit starken Kräften wurden die Gefahrenorte aufgesucht und abgesichert, bis die Feuerwehr zur Gefahrenbeseitigung eintraf.
Hauptschwerpunkte in Konstanz waren zum einen die Bodanstraße, dort kippte ein Bauzaun auf die Straße. Der Verantwortliche der Baustelle konnte erreicht werden und sicherte die Baustelle ab. In der Reichenaustraße stürzte ein großflächiges Werbeschild auf die Fahrbahn und beschädigte hierbei ein Auto. Hier musste die Reichenaustraße stadteinwärts kurzzeitig gesperrt werden bis zum Eintreffen der Feuerwehr, die das Schild beseitigte. Die L 221 (Reichenauer Allee, sowie die L220 (Konstanz – Dettingen) mussten ebenfalls kurzzeitig für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden, da mehrere Bäume die Fahrbahn blockierten. In der Rudolf-Diesel-Straße stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto und blockierte ebenfalls die Fahrbahn. Ansonsten gab es im Bereich Konstanz zahlreiche umgestürzte Bäume und größere Äste, welche die Fahrbahnen teilweise oder ganz blockierten.
In Allensbach und Dingelsdorf lösten sich zahlreiche Boote aus einem Bojenhafen und mussten seitens der Wasserschutzpolizei wieder gesichert werden. Im Bereich Kaltbrunn stürzte ein Baum auf eine Telefonleitung. Auf das Gebäude des Wasserschutzpolizeiposten Reichenau stürzte ebenfalls ein Baum. Die Schadenshöhe ist hier wie in den gesamten Fällen noch unbekannt dürfte aber im Gesamten im Bereich mehrerer 10 000 Euro liegen.
Der Zugverkehr zwischen Konstanz und Radolfzell kam wegen umgestürzter Bäume im Bereich der Bahngleise ab 20.40 Uhr total zum Erliegen und konnte erst am frühen Morgen wieder freigeben werden.
Die Veranstalter der Südkurier-Arena wurden rechtzeitig über das herannahende Unwetter informiert. Trotz des Wetters konnten im Zelt circa 250 Personen das Fußballspiel verfolgen. Glücklicherweise wurden hier nach bisherigen Erkenntnissen keine Personen verletzt.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-10-01 21:03:06
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