|
Berichte
06. August 2006 – Erfolgreiche Premiere der Feuerwehrsportler beim Internationalen Bodensee-MegathlonDas Sportteam des 5. Zuges (Dingelsdorf) der Freiwilligen Feuerwehr feierte am vergangenen Sonntag Premiere beim 2. Internationalen Bodensee-Megathlon in Iznang. Die „Firefighters Dingelsdorf“ gingen gleich zweimal an den Start. Denn neben dem erfahrenen Vierer-Team wagte auch Alan Dittrich es als Einzelstarter die vier Disziplinen in Angriff zu nehmen.
Den Startschuss gab Landrat Frank Hämmerle morgens um acht Uhr in Iznang. So stürzten sich Alan Dittrich und der Teamschwimmer Daniel Flaig in den Untersee auf die 2,5 Kilometer lange Schwimmstrecke. Mit ihnen brachten 500 weitere Starter das ruhige Wasser kräftig zum schäumen. Nach einem spannenden „Kopf-an-Kopf-Rennen“ stieg Alan Dittrich mit einer Zeit von knapp 41 Minuten nur wenige Meter vor Daniel Flaig im Radolfzeller Herzenbad aus dem Wasser.
 | | Foto: Sindia Gurnik (06. August 2006) |
Anschließend teilte sich Alan Dittrich die Inlinerstrecke mit Bruno Romer. Dieser konnte aber auf den 26 Kilometern gute elf Minuten Vorsprung herausfahren. Beide waren sich aber über den schlechten und rutschigen Zustand des Straßenbelages einig: „Vor allem die Straßenmarkierungen waren verdammt glatt!“ so der Einzelstarter. Jedoch nicht der rutschige Belag, sondern der Sockel eines Absperrpfostens wurde ihm zum Verhängnis, als Alan Dittrich kurz vor der Wechselzone einen leichten Sturz verkraften musste.
Mit Schürfwunden am Bein ging es dann auf das Rennrad. Während Marcus Sauter für das Team die ersten, der insgesamt 70 Radkilometer hinter sich brachte, hatte Alan Dittrich weitere Probleme zu lösen. Beim Transport in die Wechselzone hatte sich die Hinterradbremse verstellt, so dass sie einseitig an der Felge schleifte. „Ich habe zweimal angehalten, bis ich die Bremse einfach ausgehängt habe!“ erzählte Alan Dittrich seiner Betreuerin Sindia Gurnik, die ihn während dem gesamten Wettkampf entscheidend unterstütze und alle Wechsel vorbereitete, um die Zeitverluste auf ein Minimum zu beschränken.
Nach etwa der halben Distanz traf auch Marcus Sauter auf seinen hilfreichen Betreuer Florian Fuchs. „Der wollte glaub ich nur noch heim. Da hat er voll in die Pedale getreten.“ So kommentierte Sindia Gurnik das inzwischen sehr schlechte Wetter. Es hatte zwischenzeitlich angefangen sehr stark zu regnen und die Radsportler mussten sich zum Schluss noch den Schiener Berg hinauf kämpfen.
Umso mehr überzeugte die Leistung von Marcus Sauter, der auf die bergige Strecke einen Schnitt von 30 Stundenkilometer verbuchen konnte. Damit baute er auch den Vorsprung des Teams auf den Einzelstarter auf satte 20 Minuten aus. Die Wechselzone in Wangen erreichte Marcus Sauter deshalb auch einige Sekunden vor seinem Teamtransporter. „Ich bin einmal die Wechselgasse rauf und wieder runter gelaufen, aber keiner war da!“, beschrieb Marcus Sauter den verpatzten Wechsel. Die verlorene Zeit konnte Andreas Willhelm aber auf den 12,5 Kilometern der Laufstrecke wieder aufholen, so dass ein Zielvorsprung von 20 Minuten auf den Einzelstarter Alan Dittrich bestehen blieb.
„Es ging viel besser als beim Highlander.“ beschrieb Andreas Willhelm seine Leistungen glücklich im Ziel. Auch Alan Dittrich konnte auf den letzten Laufkilometern noch einmal Geschwindigkeit zulegen. „Stellenweise lief das Regenwasser den Weg entlang. Das war wie in einem Bachbett.“ beschrieb Alan Dittrich die Strecke. Nach insgesamt 5 Stunden und 20 Minuten konnte er aber überglücklich und erschöpft in die Arme seiner Betreuerin sinken.
Herzlichst bedankte er sich aber auch beim gesamten Team, das kameradschaftlich in den Wechselzonen den Einzelstarter mitunterstützte. „Es wundert mich, dass Du das alleine gemacht hast und trotzdem nur zwanzig Minuten langsamer warst!“ bekundete Andreas Willhelm seinen Respekt gegenüber Alan Dittrich im Ziel. Autor: Alan Dittrich – Letzte Änderung: 2007-02-23 13:01:36
Galerien1 Galerien
|