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Berichte
06. September 2004 – Retten und Löschen über Grenzen hinwegGemeinschaftsübung der Feuerwehren aus Kreuzlingen und KonstanzFeuer in einer Schreinerei, das große Gebäude steht in weiten Teilen in Flammen, Menschen sind in Gefahr. So lautete die Übungsannahme für die diesjährige Gemeinschaftsübung der Feuerwehren aus Kreuzlingen und Konstanz.
Die Schreinerei Kocherhans in der Kreuzlinger Sonnenwiesenstraße im Industriegebiet – Nähe Seepark – stellt Küchen her. Im Bereich der Produktionsanlage bricht ein Brand aus, der rasch um sich greift. Mehre Mitarbeiter können das brennende Gebäude nicht mehr verlassen.
Da die Kräfte der Feuerwehr Kreuzlingen nicht ausreichen um die erforderlichen Maßnahmen alle selbst durchführen zu können, fordert Einsatzleiter Rolf Giger Verstärkung aus Konstanz an. Von dort rückt der 6. Zug mit vier Fahrzeugen an. Der Einsatzleiter teilt die Einsatzstelle in zwei Abschnitte ein; die Konstanzer übernehmen den in Richtung Bottighofen gelegenen.
Atemschutztrupps dringen über die zahlreich vorhandenen Türen in das Gebäude ein um nach Verletzten zu suchen und das Feuer von Innen zu bekämpfen. Im dreigeschossigen Bürotrakt finden die Rettungskräfte mehrere Personen, die über die Kreuzlingen Autodrehleiter gerettet werden. Von der Konstanzer Drehleiter aus werden die aus dem Dach schlagenden Flammen mit dem Wenderohr aus dem Korb bekämpft und damit auch eine Riegelstellung zu dem vom Feuer noch nicht erfassten Gebäudeteil aufgebaut.
In der Produktionshalle finden Kreuzlinger und Konstanzer Atemschutztrupps weitere Verletzte, die gerettet werden. Danach kann im Gebäudeinnern ein umfassender Löschangriff aufgenommen werden, um eine Ausbreitung auf die Holzschnitzelheizanlage, das Sägemehlsilo und das Holzlager zu verhindern.
Der Sanitätsdienst der Kreuzlinger Feuerwehr und ein Arzt kümmern sich um die Verletzten, der Verkehrsdienst sichert die Straße ab. Insgesamt nehmen über 60 Feuerwehrfrauen und -männer an der Übung teil.
In der anschließenden Übungsbesprechung verteilen die Übungsbeobachter, darunter auch Kreuzlingens Feuerwehrkommandant Werner Ilg, Lob und Tadel. Anhand einer während der Übung erstellten Skizze können sich alle Teilnehmer einen Gesamteindruck der gedachten Schadensstelle machen. Kommandant Ilg hebt in seiner Schlussbetrachtung hervor, dass die gemeinsamen Übungen wichtig seien, denn "wenn man sich kennt, kann man besser zusammen arbeiten".
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