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Berichte
08. Juni 2003 – Trotz Ausweichmanöver zusammengepralltZwei schwer und ein leicht Verletzter – Feuerwehr befreite Frau aus ihrem AutoBei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 220 zwischen Dettingen und Langenrain wurden am Pfingstsonntag gegen 13.40 Uhr zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt. Eine 18-jährige Fahrerin war schwer verletzt in ihrem Auto eingeklemmt, so dass sie von der Feuerwehr befreit werden musste. An dem Unfall waren drei Fahrzeuge beteiligt.
Ein aus Richtung Langenrain fahrender Renault R 5 war in einer leichten Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer eines entgegen kommenden Mercedes versuchte noch auszuweichen und bremste ab. Trotzdem streifte der R 5 den Mercedes und prallte auf einen entgegenkommenden VW Polo. Beide Fahrzeuge prallten jeweils mit ihrer vorderen rechten Seite aufeinander. Das linke Hinterrad des Renault wurde offensichtlich durch den Streifvorgang am Mercedes abgerissen und unter dem R 5 eingeklemmt, der entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen kam.
Die Fahrerin des Renault wurde in ihrem Wagen eingeklemmt. Die beiden Männer im Polo konnten ohne technischen Hilfsmittel aus ihrem Auto befreit werden. Die drei Insassen im Mercedes blieben körperlich unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.
Je eine Notärztin aus Konstanz und Radolfzell betreuten, unterstützt von den Besatzungen dreier Rettungswagen (RTW), die Verletzten. Das Deutsche Rote Kreuz entsandte aus Konstanz und Radolfzell je einen RTW sowie der Konstanzer Malteser Hilfsdienst ebenfalls einen.
Zeugenaufruf
Da der genaue Unfallhergang nach wie vor unklar ist, sucht die Polizei Zeugen. Mehrere Radfahrer passierten zum Unfallzeitpunkt die Unfallstelle. Außerdem wird der Lenker eines Autos mit Anhänger, der mit Holz beladen war, gesucht. Dieses Gespann war kurz zuvor von der Autofahrerin überholt worden. Die Polizei hofft auch, dass Motorradfahrer, die vor dem Fahrzeug mit Anhänger gefahren waren, weitere Angaben machen können. Die Polizei bittet die Zeugen, sich unter Telefon 07531 / 995-0 zu melden.
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Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz befreiten die Verletzte mittels hydraulischen Rettungsgeräten aus ihrem Kleinwagen. Hierzu trennten sie mit der Rettungsschere das Dach ab, um einen freien Zugang – auch von oben – zur Patientin, die bei Bewusstsein war, zu erhalten.
Durch die Wucht des Aufpralls hatten sich Lenkradsäule und Armaturenbrett nach innen gebogen und die Beine der Frau eingeklemmt. Die Feuerwehrleute versuchten zuerst mit den hydraulischen Stempeln die Lenkradsäule nach vorne zu biegen. Mangels geeigneter Widerlager gelang dies jedoch nicht. Daher wurde der Versuch mit der aufwändigeren Methode mittels Spreizer und Eisenkette wiederholt. Dabei wurde die Kette vom Lenkrad über die Motorhaube – unterbaut mit Kanthölzern – bis um die Achse gespannt. Auf der Motorhaube spannten die Feuerwehrleute den weit geöffneter Spreizer zwischen die Kette. Nun konnten mittels der Hydraulik die Spreizerarme geschlossen werden. Dieser Versuch gelang schließlich; die Beine der Frau waren frei.
An Beinen und Füßen hatte sie nur Prellungen erlitten, im Bereich des Beckens bestand der Verdacht auf Verletzungen. Da die Fahrerin über Schmerzen an der Halswirbelsäule klagte, erforderte dies die besondere Aufmerksamkeit der Notärztin und der Sanitäter. Zur Stabilisierung des Halses legten die Helfer der Frau daher das sogenannte "StiffNeck" – eine Art Halskrause – an. Mittels "KED" – man könnte es grob als Korsett beschreiben – stabilisierten sie die Wirbelsäule. So eingepackt konnte die Patientin schonend aus ihrem Sitz gehoben und auf eine Trage gelegt werden.
Währenddessen hatte die zweite Notärztin mit den Rettungssanitätern die beiden Männer aus dem Polo versorgt. Einer von ihnen hatte schwere Verletzungen im Bauchbereich, der andere war leicht verletzt. Den Schwerverletzten brachte der Rettungswagen ins Radolfzeller Krankenhaus. Die Frau und der Leichtverletzte wurden ins Konstanzer Klinikum gebracht.
Der genaue Unfallhergang ist noch nicht bekannt. Wegen den Rettungsarbeiten und der Ermittlungen eines Dekra-Sachverständigen und der Polizei war die Straße zwischen Dettingen und Langenrain für den motorisierten Verkehr für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Während der gesamten Zeit stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher. Mit Ölbindemittel nahmen die Feuerwehrleute ausgelaufenen Treibstoff auf. Die Höhe des Sachschadens beträgt mindestens 20 000 Euro.
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