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Berichte
09. November 2004 – Löschtrupps auf dem DachFeuerwehr übte an der Schänzlehalle – Rätselhafte Türe( rin) Die Konstanzer Feuerwehr ging am Dienstagabend zum Üben in die Höhe. Sie bekämpfte einen angenommen Brand auf dem riesigen Dach der Schänzlehalle.
Drei Arbeiter sind mit dem Schweißbrenner auf dem Dach der Großsporthalle zu Gange, dann entzündet sich die teerartige Dachdecke (Bitumen). Das war der Ausgangspunkt der Verbandsübung für die Löschzüge der Altstadt. Hendrik Roggendorf hatte die Übung in Szene gesetzt. Sie hatte ihre Tücken.
Mit der Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte aufs weit gespannte Dach der Schänzlehalle, fanden dort aber nur einen der Dummys, welche die Arbeiter darstellten. Ein anderer lag im Grasstreifen vor der Schänzlehalle. Nach dem Übungsplan hatte er sich in Panik vom Dach gestürzt. Ein Dritter saß nach seiner Flucht auf einem unbeleuchteten Zwischendach fest. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis er dort entdeckt wurde.
Auch der Zugang von der Halle aufs Dach blieb der Feuerwehr zunächst verborgen. Im Obergeschoss stand sie vor einer verschlossenen Glastür ohne Türklinke. Sie lässt sich mit einem Drückschalter öffnen. Für die Übung hatte sich der Hausmeister der Halle dumm gestellt und den Trick nicht verraten. Im Ernstfall, wenn der Zugang verraucht und der Schalter nicht zu finden ist, wäre die Türe eingeschlagen worden.
Die Führungsgruppe, welches die Übung begleitete, bereitete theoretisch vor, was sie im Ernstfall getan hätte: Eine zweite Drehleiter anfordern, Kontakt zum Baurechtsamt aufnehmen, um Informationen über die statische Beschaffenheit der Halle unter Hitzeeinfluss zu bekommen, und die Räumung der Halle durch die Polizei veranlassen.
Mit Erstaunen stellte die Feuerwehr fest, dass es rund 200 Meter im Umkreis der Schänzlehalle nur einen Hydranten gibt. Im Notfall könnten Einsatzkräfte allerdings Wasser aus dem Seerhein pumpen. "Es war eine durchaus realistische Übung", stellte Einsatzleiter Andreas Knäble fest.
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