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Berichte

11. September 2004 – Freundschafts-Feuerwerk

Rund 270 Konstanzer beim Táborer Treffen in der tschechischen Partnerstadt

(as) Die Konstanzer reisen mit Freude zum jährlichen Táborer Treffen in die tschechische Partnerstadt und sind dort stets gern gesehene Gäste. Zum einen, weil im Laufe der mittlerweile 20 Jahre bestehenden Städtepartnerschaft längst persönliche Freundschaften geschlossen wurden, und zum anderen, weil die Konstanzer Vereine das offizielle Festprogramm während des dreitägigen "Táborská Setkání" mit ihren Darbietungen bereichern. Dies wird von den Táborern geschätzt, so dass auch in diesem Jahr im Rahmen des Gartenfestes mit den ausländischen Delegationen die Konstanzer von Bürgermeister Franticek Dedic als erste begrüßt wurden.
Pures Vergnügen ist der Dreitages-Trip für die Konstanzer Teilnehmer nicht unbedingt, wenn man bedenkt, dass nach rund zehnstündiger Busfahrt gleich das Programm beginnt. Die Fanfarenzüge der Freien Blätz mit Stadtwache, Konstanzer Blätzlebuebe, Kamelia Paradies und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz hatten während ihres Aufenthaltes zahlreiche Konzerte und Spieltermine. Bei den Platzkonzerten und auch beim feierlichem Umzug durch die Stadt und über den Zizka-Platz vertraten sie die Stadt Konstanz würdig.
Gleichwohl ist das "Táborer Treffen", an welchem in diesem Jahr insgesamt 20.000 Besucher teilnahmen, jedes Mal ein Erlebnis, denn die verschiedenen Kulturen kennenzulernen, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten und Freundschaften zu schließen ist Sinn und Zweck dieses traditionellen Festivals, wie Bürgermeister Franticek Dedic äußerte.
Zahlreiche hochkarätige Musikgruppen, Orchester und Tanzensembles glänzten während des dreitägigen Treffens mit Darbietungen auf verschiedenen Plätzen und der altböhmische Jahrmarkt auf dem Mikuláse z Husi Platz sowie der mittelalterliche Markt auf dem Trznì Platz begeisterten die Menschen. Ein besonderer Höhepunkt war der Kostümfackelumzug auf dem Ziska Platz, als das Mittelalter mit Hussiten und dem Táborer Feldherrn Jan Ziska wieder lebendig wurde. Mit einem fulminanten, musikalisch untermalten Feuerwerk wurde der Abendumzug, der die Konstanzer staunen ließ ("dagege kasch s'Seenachtsfescht grad vugesse"), beschlossen.
Kontakte knüpfen und voneinander lernen stand die ganze Zeit im Mittelpunkt. Jirí Horecký, einst Geschäftsführer der Caritas Tábor und jetzt Direktor des dortigen Altersheimes, lud Susanne Krauß, Leiterin des Konstanzer Marienhauses, zur Besichtigung der neuen Einrichtung für Senioren ein, welche derzeit als eines der modernsten Altersheime Tschechiens gilt. Karl-Heinz Rotzinger vom Konstanzer Karate- und Fitness-Dojo gestaltete für die Táborer Karatekas ein besonderes Trainingswochenende, nur um Beispiele für das Pflegen der Kontakte zu nennen. Selbstverständlich wurden auch neue Freundschaften geschlossen. Iris Hentschel vom Sprachendienst beispielsweise reiste erstmalig nach Tábor und war privat bei einer Sprachlehrerin untergebracht. Die Konstanzerin war hellauf begeistert von der Stadt, der Kultur, der Landschaft und vor allem von ihrer belesenen "Gastmutti", die ihr eine höchst interessante geschichtliche Führung durch die Táborer Altstadt angedeihen ließ. Iris Hentschel erging es wie den meisten Konstanzern: Sie will auf jeden Fall wieder nach Tábor reisen, um die Konstanzer Partnerstadt noch besser kennenzulernen.


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