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Berichte
12. Mai 2005 – Autos schleuderten in StraßengräbenNach Frontalaufprall eine Frau lebensgefährlich und ein Mann schwer verletztBei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 219 zwischen Egg und der Abfahrt zur Mainau wurden gegen 11.30 Uhr eine 58-jährige Frau lebensgefährlich und ein 20-jähriger Mann schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der junge Mann mit seinem Opel aus Richtung Egg kommend auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit dem entgegenkommenden Mercedes zusammengestoßen. Die Straße war wegen des Unfalls bis gegen 14.45 Uhr mehrfach gesperrt.
Beide Autos schleuderten nach dem Zusammenprall in die beiden Straßengräben. Die Frau erlitt durch den Aufprall lebensgefährliche Schädel-Hirn-Verletzungen. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr konnte die Frau aus dem Auto befreit und von Notarzt und Malteser Hilfsdienst medizinisch versorgt werden. Der Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) brachte sie anschließend nach Ravensburg in die neurochirurgische Abteilung der Oberschwaben-Klinik St. Elisabeth. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um den nicht am Unfall beteiligten Ehemann der Verletzten.
Langwieriger gestaltete sich die Rettung des Opel-Fahrers. Mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte schafften die Feuerwehrleute einen Zugang zum Verletzten, der im Fußraum eingeklemmt war und mehrere Beinbrüche erlitten hatte. Noch in seinem Fahrzeug wurde der Mann vom Notarzt und Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes versorgt. Am Hals brachten sie eine stützende Halskrause ("StiffNeck") an. Sein linkes Bein stabilisierten sie mittels einer Vakuummatratze. Auf dem hölzernen Rettungsbrett liegend konnte er schließlich aus dem Auto und dem Graben gehoben werden. Der Rettungsdienst brachte anschließend den Verletzten ins Konstanzer Klinikum.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei seien beide Autos nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Ein Zeuge habe gesehen, wie der vor ihm fahrende Opel plötzlich zu schwanken begann und auf die Gegenfahrbahn geriet. Der Grund für dieses Verhalten sei bislang unklar, so die Polizei. Sie hat zur Klärung der Ursache einen Unfall-Sachverständigen der Dekra hinzugezogen. Die Höhe des Sachschadens schätzen die Polizeibeamten auf rund 23 000 Euro.
Während der Rettungs- und Bergearbeiten musste die Landesstraße mehrfach gesperrt werden, was den Linienbusverkehr beeinträchtigte. Die Polizei leitete den Verkehr um. Zeitweise staute sich der schon vor dem Unfall starke Verkehr auf der Mainaustraße bis zur Bushaltestelle am Klinikum.
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