|
Berichte
12. Oktober 2007 – Verdacht einer gesundheitsgefährdenden PostsendungAm Freitagmorgen gegen 8.45 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis von einem Arbeitsunfall in einem Postverteilerzentrum in Konstanz, bei dem zwei Angestellte Atemnot erlitten und mit dem Rettungswagen ins Klinikum zur Behandlung beziehungsweise Beobachtung eingeliefert wurden.
Offensichtlich hatten die beiden Männer beim Ausladen von Paketen aus einem großen Lastwagen in dessen Laderaum einen süßlich-beißenden Geruch wahrgenommen und daraufhin Beschwerden bekommen. Die Postsendungen waren zwischenzeitlich auf viele Auslieferungsfahrzeuge verteilt worden, die bereits in ihre Auslieferbezirke unterwegs waren. Die Postsendungen konnten jedoch wieder zurückbeordert werden.
Von der gerufenen Feuerwehr durchgeführte Giftgasmessungen ergaben zunächst keine Auffälligkeiten. Weitere Abklärungen führten zu einem Paket, das einen feuchten Fleck aufwies und auch „komisch“ roch. Eine weitere Überprüfung durch die Feuerwehr ergab eine erhöhte, aber nicht identifizierbare, Geruchskonzentration. Das Paket wurde daraufhin in einem sicheren Behältnis sichergestellt, die übrigen Postsendungen wieder freigegeben.
Bisherige Ermittlungen ergaben, dass zwei aus einem landwirtschaftlichen Fanshop bestellte Hosen zunächst zu dessen Besteller geliefert wurden. Als diese dem Besteller nicht passten, sandte er diese zurück an den Absender. Wohl durch eine Fehlleitung gelangte das Paket überhaupt erst an den Bodensee. Der von den Baumwollhosen ausgehende intensive Geruch wird nach bisherigen Vermutungen möglicher Weise durch eine Imprägnierung des Gewebes verursacht. Die Hosen werden einem Labor zur Untersuchung zugeführt. Strafbare Hintergründe sind derzeit eher unwahrscheinlich. Autor: pd
|