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Berichte

13. Juli 2004 – Personengruppe in Katharinentobel abgestürzt

Gemeinsame Übung von Freiwilliger Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und DLRG

Der Rettungszug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz, Rettungsdienst und Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser Konstanz sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Konstanz, Wallhausen und Bodman wurden mit der Einsatzmeldung "Personengruppe abgestürzt, cirka 10 bis 15 Verletzte, Näheres nicht bekannt" bei strömendem Regen zu einem Einsatz gerufen. Der Einsatzort sollte sich im Katharinentobel, zwischen Teufelstisch und Marienschlucht befinden.
Die Besatzung von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug und die Mitglieder des Rettungszugs versuchten die Verletzten von der Landseite aus zu finden. Gleichzeitig suchten die Helferinnen und Helfer der DLRG und der SEG der Malteser mit vier Rettungsbooten den Einsatzort vom See aus ab. Schnell war hier ein leichtverletzter Beteiligter zu entdecken und so konnten Personal und Material an einer seichten Stelle – in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle – von Bord gehen. Dagegen stellte die Suche im steil abfallenden und dicht bewachsenen Gelände von der Landseite aus ein größeres Problem dar – zumal aufgrund der vagen Ortsbeschreibung zunächst im falschen Tobel nach den Verletzten gesucht wurde.
Nach einer kurzen Sichtung der Verletzten durch den Gruppenführer der SEG und einen Arzt der Malteser stellte sich heraus, dass es sich um 7 Verletzte handelte, die an einer steilen Stelle in einen Tobel gestürzt waren. Nach kurzer Behandlung konnten die ersten beiden lebensgefährlich Verletzten schnell vom inzwischen eingetroffenen Rettungszug mittels Schleifkorbtragen gerettet werden. Auch die restlichen 4 Verletzten konnten nach und nach, entsprechend der Schwere ihrer Verletzungen, zum mittlerweile eingerichteten Behandlungsplatz gebracht werden. Dort wurden sie umgelagert und durch einen weiteren Arzt und Personal der SEG weitergehend untersucht und für den Transport auf dem Boot stabilisiert. Der Abtransport der Verletzten erfolgte dann übers Wasser mittels Rettungsbooten der DLRG.
Die Bildung einer gemeinsamen Einsatzleitung gestaltete sich durch das zeitlich und örtlich unterschiedliche Zusammentreffen der Einsatzleiter der unterschiedlichen Fachdienste schwierig. Es benötigt in Zukunft von allen Seiten noch größere Bemühungen, dass sich die entsprechenden Personen finden und zusammenarbeiten. Da es das erste Mal war, dass eine Übung in dieser Teilnehmerkombination stattfand, kann diese Erkenntnis sicher helfen, bei zukünftigen Einsätzen oder Übungen noch effektiver zusammen zu arbeiten. Routiniert und glatt lief die Zusammenarbeit dagegen bei der Rettung der Patienten, wo sich die regelmäßigen gemeinsamen Übungen von Feuerwehr und Malteser bemerkbar machten. Einige Helfer kannten sich bereits untereinander und man wusste, worauf zu achten ist. So wurde beispielsweise eine Patientin mit einer angenommenen Wirbelsäulenverletzung gemeinsam sehr schonend auf einem Wirbelsäulenbrett gelagert und nach Anlegen einer starren Halskrause in der Schleifkorbtrage gerettet – am rutschigen Steilhang keine ganz einfache Übung.
Bei der anschließenden Nachbesprechung konnten sich die insgesamt rund 60 Helferinnen und Helfer stärken. Insgesamt bestand am Ende von allen Seiten große Zufriedenheit am Ablauf der Übung. Damit dürfte der Grundstein für weitere gemeinsame Übungen gelegt sein, bei denen die gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt werden können.
Autor: Dirk Allgaier, Malteser Hilfsdienst Konstanz

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Martin U. Scheerer (1/2)
Martin U. Scheerer (2/2)
Jan Pukl


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