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Berichte

13. Oktober 2007 – Neue Drehleiter kommt im November

Rückblick auf das ausklingende Jubiläumsjahr – Jahresabend der Freiwilligen Feuerwehr

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Foto: nea (13. Oktober 2007)
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Foto: nea (13. Oktober 2007)
Am 16. November soll es soweit sein: Die lang erwartete Drehleiter wird dann in Konstanz eintreffen. Dies kündigte Kommandant Dieter Quintus beim Jahresabend der Freiwilligen Feuerwehr in der Litzelstetter Seeblick-Halle an. Das neue Feuerwehrfahrzeug wird mit rund fünf Monaten Verspätung ausgeliefert. Es hätte schon vor den Jubiläumsfeierlichkeiten im Juni in Dienst gestellt werden sollen.

Neues Konzept war erfolgreich

Kommandant Dieter Quintus nutzte den Abend um einen kurzen Rückblick auf das auslaufende Jubiläumsjahr zu werfen. Dieses sei bisher ereignisreich und damit auch arbeitsreich verlaufen, so Quintus. Im Mittelpunkt habe der Juni mit seinem Jubiläumswochenende gestanden, an dem bewusst neue Wege beschritten worden seien. So war der Verzicht auf ein Festzelt erklärte Absicht, was nicht überall auf Begeisterung gestoßen sei.
Trotzdem sei das Konzept stimmig gewesen, verteidigte Quintus die Neuerung. Die Ausstellung „Feuer & Flamme“ – nur noch bis Ende Oktober zu sehen – habe überregional für Aufsehen gesorgt, berichtete der Kommandant. Die Oldtimerschau auf dem Münsterplatz sei beeindruckend gewesen und als wahrer Publikumsmagnet habe sich die Leistungsschau in Hafenareal erwiesen. Die Stimmung sei hervorragend gewesen und die Feierlichkeiten mit der „After-Show-Party“ am Samstagabend toll ausgeklungen. Quintus versäumt es nicht, nochmals den zahlreichen Helfern zu danken, die zum Gelingen der Jubiläumsfeier beigetragen haben.

Zukunftspläne

Nicht messbar sei bisher die Nachwuchswerbung. Den 17 Abgängen (9 durch Wegzug) stünde die gleiche Anzahl an Zugängen gegenüber, die mit Abschluss des Ausbildungszuges zu verzeichnen sei. Hoffnung setzt der Kommandant auf die Ergebnisse eines Workshops zur Öffentlichkeitsarbeit, die jedoch er noch umgesetzt werden müssen.
Quintus berichtete von der Sitzung des Haupt und Finanzausschusses am Donnerstag, wo über die Rückgabe der Schulräume an die Feuerwehr und einen Klassenraumneubau auf dem Dach des Feuerwachenanbaus beraten worden war. Dieser Antrag der SPD-Fraktion über den Neubau zweier Räume fand keine Mehrheit.
Jedoch habe es einen Beschluss der gegeben, der von allen Fraktionen mitgetragen würde: Wenn nach den Umbauten am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium ab Mai 2008 dort die Container nicht mehr benötigt werden, sollen diese an die Gebhardschule – der genaue Standort ist noch offen – umgesetzt werden und die Schulräume wieder uneingeschränkt der Feuerwehr zur Verfügung stehen. Eine abschließende Zustimmung des Gemeinderates steht jedoch noch aus. Quintus dankte dem Oberbürgermeister, der sich „vehement“ für eine schnelle und befriedigende Lösung der Raumfrage eingesetzt habe.
In nächster Zeit wird auch über die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Entwicklung der beiden benachbarten Schulen und der Feuerwehr beraten werden. So muss die Feuerwehr in den nächsten Monaten einen Bedarfsplan erstellen, um Stadtverwaltung und Gemeinderat eine Entscheidungsgrundlage zu liefern.

Zufriedener Oberbürgermeister

Oberbürgermeister Horst Frank zeigte sich gleichfalls zufrieden mit der sich abzeichnenden Lösung der Raumfrage. Trotzdem sei die Frage zu stellen, wie es in de Steinstraße weiter gehen soll. „In nächster Zeit wird sich sicher nichts ändern“, denn die Zentrale müsse trotz erkannter Verkehrprobleme am jetzigen Standort verbleiben. Aber auch die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr müsse erhalten bleiben, anerkannte der Oberbürgermeister.
Horst Frank blickte gleichfalls auf die vielfältigen Ereignisse zum Feuerwehrjubiläum zurück. Für ihn ist sicher, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Die Frauen und Männer hätten gezeigt, was die Feuerwehr für die Stadt bedeute und welchen Stellenwert sie im bürgerschaftlichen Engagement einnehme. „Eine grandiose Leistung“, freute sich der Oberbürgermeister über die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer. Sie hätten gezeigt, dass sie – obwohl jedes Feuer anders sei – jeder Gefahrenlage gewachsen seien.
Der Tod von Ehrenkommandant Rudolf Santo sei schmerzlich gewesen und – trotz des hohen Lebensalters – völlig überraschend gekommen, sagte Frank. Seine Freundschaft und Beziehung zu den Partnerstädten habe bleibende Eindrücke hinterlassen. Santo habe sich stets für Feuerwehr und Stadt eingesetzt.
Rückblickend erinnerte Frank ebenfalls an das Theaterstück des „Konstanzer Totentanzes“, an dem auch einige Feuerwehrleute mitgewirkt hatten. Darin sei sehr deutlich geworden, dass durch unsere Gesellschaft viele Klischees geisterten. Eines das darin verarbeitet wurde, so der Oberbürgermeister, habe die Konstanz Feuerwehr klar beim Jubiläum widerlegt: Denn das einzige was dort in Strömen geflossen sei, war nicht der Alkohol sondern das Löschwasser!
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-10-16 23:59:19

Links

konstanz.de: Rückblick auf großartige Leistung im Jubiläumsjahr­


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