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Berichte
14. Oktober 2006 – Erhebliches Investitionsprogramm auf den Weg gebrachtOB: Vogelgrippe wird wiederkommen – Jahresabend in der Wollmatinger HalleDer bisherige Verlauf der Geschehnisse im Jahr 2006 zeichnen sich durch Höhen und Tiefen aus, sagte Dieter Quintus, Feuerwehr-Kommandant und Leiter des Feuerwehramtes bei seiner Ansprache am Jahresabend der Freiwilligen Feuerwehr in der Wollmatinger Halle . So sei die Vogelgrippe zwar recht ordentlich bewältigt worden, diese habe jedoch Defizite vor Augen geführt, da über das verträgliche Maß hinaus improvisiert worden sei.
Die Beschaffung und Einrichtung des neuen Einsatzleitrechners sei deutlich aufwändiger als ursprünglich erwartet. Er hoffe, dass die EDV bis zum Jahresende funktionsfähig werde, sagte Quintus. In Aus- und Fortbildung gäbe es einen Antragsstau, aber die personelle Ausstattung lasse jedoch nicht mehr zu, bedauerte der Amtsleiter.
Erfreulich sei, so Quintus weiter, dass ein erhebliches Investitionsprogramm in diesem Jahr ausarbeitet werden konnte. Insgesamt rund 1 Million Euro betrügen die Kosten unter anderem für die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens (Auslieferung im Dezember 2006), der neuen Drehleiter (2007) und des Einsatzleitrechners (2006). Die geforderten europaweiten Ausschreibungen erforderten "eine erhebliche 'Man-Power'", so Quintus. Andere Aufgaben müssten daher zwangsläufig in den Hintergrund treten. Das Verwaltungsteam könne derzeit weitere – durchaus berechtigte – Anforderungen nicht erfüllen, bedauerte der Chef des Feuerwehramtes.
Oberbürgermeister Horst Frank beschwor den Gemeinschaftssinn in der Feuerwehr. Die Feuerwehr sei eine Familie, und das was diese leiste, könne eben nur eine Familie. Einen herzlichen Dank richtete an die Partnerinnen und Partner der Feuerwehrangehörigen, insbesondere für deren Verständnis, was die Kameradschaft aufwerte, so Frank.
"Was sie im Einsatz leisten ist exzellent", lobte der OB die Frauen und Männer der Feuerwehr. Da die Stadt historisch gewachsen und daher an einigen Stellen nicht ganz ungefährlich sie, müsse die Feuerwehr umso leistungsfähiger sein, betonte Horst Frank. "Die Feuerwehr hat in Konstanz guten Ruf. Um diesen zu erhalten, erfordert dies entsprechende Einsatzmittel", sagte Frank. Schließlich bedeuteten die Beschaffung der Drehleiter und des Einsatzleitwagen eine Zukunftssicherung. In der Verwaltung habe die Stadt erhebliche Einsparungen auf den Weg bringen müssen. Bei den europaweiten Ausschreibungen müsse sorgfältig gearbeitet, damit diese später nicht aufgehoben werden.
"Auf die Vogelgrippe sind wir diesen Winter vorbereitet. Ich glaube, dass diese uns vorerst erhalten bleiben wird", sagte der Oberbürgermeister. Die Feuerwehr und die Technischen Betriebe hätten gezeigt, dass sie so etwas meistern können, lobte Frank.
OB Frank berichtete auch von einer hochrangigen Delegation aus Südkorea, die neulich den Weg nach Konstanz und zu deren Feuerwehr gefunden habe. Die Feuerwehr solle diese weitreichenden Kontakte vermarkten, sagte der Oberbürgermeister mit einem Augenzwinkern zu Kommandant Quintus. Der OB lobte in diesem Zusammenhand auch die Feuerwehr-Homepage, die mit ein Grund gewesen sei, warum die Delegation nach Konstanz kam.
Einen abschließenden Dank richtete er an die Küchenmannschaft des Klinikums, das ein hervorragendes Essen angerichtet habe. Schließlich forderte er Kommandant Quintus den Tanz zu eröffnen, und somit den gemütlichen Teil des Abends zu beginnen. Für die musikalische Begleitung sorgte die Tanzband Rubin mit angenehmer Hintergrundmusik während des Essen und später mit flotter Tanzmusik.
Der Auftritt des Spielmannszuges wurde lang beklatscht, so dass er nochmals auf die Bühne zurück musste und zwei Stücke als Zugabe spielte. Bei dieser erfolgreichen Aufführung hatten einige der jüngeren Mitglieder ihren ersten Auftritt vor Publikum. Der 5. Zug sorgte mit seiner Version des Heike-Schäfer-Liedes "Die Glocken von Rom" für tolle Stimmung. Hierfür gab's lautstarke "Zugabe"-Rufe, den die Darsteller gerne nachkamen.
Kurz nach 23.30 wurde die Versammlung aufgeschreckt; als die Zentrale zum "Melderalarm Schwaketenbad" alarmierte. Der Brandmeister vom Dienst und die Einsatzbereitschaft mit 1/42 (LF 8/6 Stadt) hatten es nicht weit. Kurz nach deren Ankunft stellte sich heraus, dass Disco-Nebel bei einer "Pool-Party" einen automatischen Rauchmelder ausgelöst hatte. Deren Veranstalter dürften diesmal kaum schwarze Zahlen geschrieben haben.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-10-17 00:20:07
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