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Berichte
15. August 2009 – Lebensgefährlicher Köpfer in den SeerheinGegen 16.45 Uhr wurden die Einsatztaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Wasserrettung der Freiwilligen Feuerwehr zu einem Badeunfall beim Herosé-Park am Petershauser Seerhein alarmiert. Eine 22-jährige Schwimmerin aus Garmisch-Patenkirchen hatte einen Köpfer vom Ufer in den Seerhein versucht und dabei übersehen, dass die Wassertiefe dort nur knapp einen Meter beträgt. Sie schlug beim Eintauchen auf den Grund auf und holte sich eine große Platzwunde am Kopf.
Laut Polizeibericht bemerkten Zeugen wie die Frau nach dem Sprung zunächst bewusstlos mit dem Gesicht im Wasser an die Wasseroberfläche kam. In ihrem Haar befanden sich Wasserpflanzen, was auf eine Berührung mit dem Grund gedeutet wurde, so die Polizei. Ihre zwei aufmerksam gewordenen Freundinnen versuchten Sie umzudrehen, was aber erst nach Hilferufen zusammen mit einem weiteren Retter gelang. Eine Erstversorgung sei durch einen kompetenten Helfer erfolgt, berichtet die Polizei weiter.
Die ersten Einsatztaucher der DLRG führten noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes einen ersten kurzen Test auf Anzeichen von schwereren Verletzungen durch. Bei der Untersuchung durch den Notarzt klagte die Patientin dann über Gefühlsverlust in ihren Beinen. Da ein starker Verdacht auf eine Verletzung der Halswirbelsäule bestand, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Eine genaue Diagnose kann erst nach einer Untersuchung mit einem Computertomografie gegeben werden, erklärte die Polizei. Mit einem Rettungshubschrauber kam die Verletzte in eine Spezialklinik.
Bemerkenswert bei diesem Einsatz ist, dass beide aus dem schweizerischen Kreuzlingen anrückten, da alle Konstanzer Rettungswagen und Notärzte bereits an anderen Orten im Einsatz waren. Diese länderübergreifende Zusammenarbeit war früher keinesfalls selbstverständlich und trägt langsam Früchte. Behindert wurde die Rettung, bedingt durch das wunderbare Sommerwetter, durch zahlreiche Schaulustige am Seerhein. Die Rettungskräfte schirmten die Verletzte und das Notarztteam mit Decken vor den neugierigen Blicken ab.
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