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Berichte
15. Juli 2004 – Öleinsätze am DonnerstagvormittagGegen 8 Uhr am heutigen Donnerstag wurde die Feuerwehr über einen größeren Austritt von Öl auf dem Petershauser Brückenkopf der Neuen Rheinbrücke informiert. Dort war eine größere Menge Öl im Bereich der Baustelle ausgelaufen und hatte sich über die Fahrbahn verteilt. Geringere Mengen waren auch in die Oberflächenentwässerung gelangt.
Die Feuerwehr band das Öl mittels Bindemittel und verhinderte so eine weitere Ausbreitung. Versuche, die Fahrbahn durch Ölbindemittel zu reinigen schlugen fehl. Das Straßenbauamt übernahm daher nach Beseitigung der unmittelbaren Gefahr durch die Feuerwehr die weiteren Reinigungsarbeiten.
Während dieser Einsatz noch durch die Feuerwehr bearbeitet wurde, meldeten Verkehrsteilnehmer eine größere Ölspur im Bereich der Reichenaustraße. Erkundungen durch Polizei und Feuerwehr ergaben, dass die Ölspur am Sternenplatz beginnend beide Fahrtrichtungen der Reichenaustraße betrafen, dann über die alte Rheinbrücke, den Rheinsteig und die Laube führten. Dort stand ein Reisebus, aus dem dieses Öl ausgetreten war. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz streute die gesamte Ölspur ab.
Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz war unter Leitung von Bernd Oser mit 14 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen im Einsatz.
Rheinbrücke: 240 Liter Öl verschüttet
Straßenbauamt vermutet Vandalismus – Polizei sucht Zeugen
(rin) Rückstaus und Umleitungen: Gestern war die Neue Rheinbrücke von 8 bis 11.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. An der Baustelle wurden acht Kanister mit 240 Litern Öl verschüttet. Das Straßenbauamt spricht von Vandalismus. Das Verkehrschaos wurde ab 9.30 Uhr durch einen Ölunfall verschärft, der auch die Alte Rheinbrücke betraf.
Auch in den folgenden Tagen ist mit Behinderungen auf der Neuen Rheinbrücke zu rechnen, der Hauptverkehrsader für den Durchgangsverkehr. Die Fahrspuren konnten bisher nur notdürftig gereinigt werden. Ein Schild macht Autofahrer auf die Ölspur aufmerksam, die Geschwindigkeit ist auf 30 Stundenkilometer beschränkt.
Das Trennöl gelangte zwar nicht in den Seerhein. Es ist allerdings tief in die Fahrbahnen eingedrungen. Möglicherweise können sie nur noch durch Abfräsen der oberen Schicht vom Öl befreit werden. In der kommenden Woche will das Straßenbauamt über das weitere Vorgehen entscheiden.
Ein Teil des verschütteten Öls floss in ein Regenrückhaltebecken, aus dem es von Arbeitern eines Entsorgungsbetriebes abgesaugt wurde. Der Polier der Baustelle hatte gegen acht Uhr den Ölaustritt gemeldet. Bis da hin waren allerdings schon viele Autos über den Schmierfilm gefahren. Das Öl wurde weit auf den Fahrbahnen verteilt. Die Feuerwehr brachte mit 14 Einsatzkräften Bindemittel aus. Vertreter des Straßenbauamts kehrten es ab. Doch sauber sind die Fahrbahnen noch lange nicht. Beim verschütteten Öl handelt es sich um "Schal-Öl", das beim Betongießen zum Einsatz kommt. Man streicht damit Schalelemente ein. Sie sollen sich so leichter vom Beton lösen. Dieses besonders gleitfähige Öl bereitet bei der Beseitigung besondere Probleme, stellt Heinz Lotter vom Straßenbauamt fest. Er vermutet, an der Baustelle, wo die Kanister gelagert wurden, waren Vandalen am Werk.
Auch die Polizei geht davon aus, dass die Kanister vorsätzlich ausgeleert wurden. Es wurden Ermittlungen wegen Straftaten gegen die Umwelt, Sachbeschädigung und Eingriff in den Straßenverkehr aufgenommen. "Es hätte schlimm ausgehen können", sagt Michael Aschenbrenner, Sprecher der Polizei in Konstanz. Auf dem Ölfilm hätte beispielsweise ein Motorradfahrer schwer stürzen können. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die gesehen haben, wer sich an den Ölkanistern an der Baustelle zu schaffen machte. Hinweise nimmt sie unter Telefon: 07531/995-0 entgegen.
Ausgerechnet in der Zeit, in der die Neue Rheinbrücke gesperrt war, ereignete sich ein Ölunfall, bei dem auch die Alte Rheinbrücke betroffen war. Ein Reisebus hinterließ wegen eines defekten Rücklaufventils eine riesige Ölspur, die von der Reichenaustraße, über die Alte Rheinbrücke bis vors Bürgerbüro in der Laube reichte.
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