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Berichte
17. Februar 2007 – Zerstörte Wohnungen nach Brand in ElektroinstallationZahlreiche Appartements in Studentenwohnheim unbewohnbar und unbeheizbarAcht vorübergehend nicht bewohnbare Appartements sind die Folge eines Brandes im Sicherungskasten einer Studentenwohnung in der Werner-Sombart-Straße. Wegen der Schäden in der Elekroinstallation sind rund 100 Wohnungen derzeit nicht beheizbar. Menschen wurden keine verletzt. Die Schadenshöhe ist derzeit nicht abzuschätzen.
Gegen 18.10 Uhr am Samstagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr zu dem Brand in den Studentenwohnheimen in der Werner-Sombart-Straße gerufen. Als die ersten Feuerwehrleute dort eintrafen, bemerkten sie im ersten Obergeschoss eines Appartements eine starke Rauchentwicklung. Da auf das energische Klopfen und Klingeln niemand öffnete, brach die Feuerwehr mit Hilfe einer Motorkettensäge die Tür gewaltsam auf.
Ein Atemschutztrupp nahm ein Strahlrohr zum Innenangriff vor. Den Brandherd entdeckte er im Sicherungskasten der Elektrik, wo er den Brand mit wenigen Wasserstößen löschte. Der Brand hatte auch eine benachbarte Nasszelle erfasst. Über die Kabelschächte der Elektroinstallation hatte sich der Qualm in zahlreiche Wohnungen im gleichen Stockwerk und in dem darüber liegenden ausgebreitet. Auch die im Freien liegenden Flure waren binnen kurzer Zeit stark verraucht, berichtete Einsatzleiter Bernd Oser. Um sicherzugehen, dass niemand in den betroffenen Wohnungen erstickt, ließ Oser mittels Brecheisen und dem schließlich beigebrachten Generalschlüssel zahlreiche Wohnungen öffnen und kontrollieren. Der Einsatzleiter forderte die neue Wärmebildkamera zur die Einsatzstelle an, um versteckte Glutnester entdecken zu können.
Insgesamt 16 Wohnungen kontrollierten die Feuerwehrleute. Acht Appartements sind wegen der eingedrungenen Rauchgase und des Rußniederschlags vorübergehend nicht bewohnbar. Die verschmorte Nasszelle war aus Kunstharz hergestellt, was den durchdringenden Gestank erklärt. Mindestens drei der Appartements müssten vollumfänglich renoviert werden, berichtete Oser, der am Sonntag die Brandstelle nochmals aufgesucht hatte. Das Studentenwerk stellte den betroffenen Bewohner Ersatzräume zur Verfügung.
Als Folge der Brandschäden sind derzeit rund 100 Wohnungen nicht beheizbar. Der Bereitschaftsdienst des Studentenwerks bemühe sich um schnellstmögliche Abhilfe, was jedoch wegen des Wochenendes nicht ohne Weiteres zu schaffen sei, berichtete der Einsatzleiter. Wegen der Fasnachtstage sind zahlreiche Studenten abwesend, was die Lage entschärft.
Die Feuerwehr konnte kurz vor 19.30 Uhr wieder einrücken. Bernd Oser ordnete eine Nachkontrolle für 20 Uhr an, um sicher zu gehen, dass es keinen unentdeckten Brandherd gab.
Die Grund für den Brand in der Elektrik ist derzeit nicht bekannt. Die Höhe des Sachschadens sei nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur schwer abzuschätzen, so der Einsatzleiter. Welche Schäden durch den Rauch in den Wohnungen und an den Einrichtungsgegenständen entstanden sind, werde sich wohl erst in einigen Tagen klären. Auch der Aufwand für die Instandsetzung der Elektroinstallation werde sich erst später ergeben.
Dies war innerhalb rund eines Monats der dritte Einsatz (siehe Angebranntes Essen in Studentenbude und Gegenstand verschmorte auf Herdplatte), den die Feuerwehr bei den Studentenwohnheimen in der Werner-Sombart-Straße zu bewältigen hatte.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-02-18 13:24:48
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