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Berichte

17. Juli 2003 – Höhenrettungsübung auf dem Baukran

Konstanzer Feuerwehr beweist Leistungsfähigkeit bei spektakulärer Übung

(hwr) Nicht nur unwegsames Gelände ist ihr Zuhause. Auch Rettungsmaßnahmen von Orten, die keine Feuerwehrleiter erreicht, schrecken sie nicht. Die 16 Angehörigen der Höhenrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz sind schwindelfrei. Dies stellten Sie anlässlich einer Übung auf der Baustelle des Seeuferhauses unter Beweis.
Ein rund 40 Meter hoher Baukran diente als Übungsobjekt. Auf dem Ausleger in luftiger Höhe stand eine Person, die von dort herabzuspringen drohte, dargestellt von einem Feuerwehrmann. Behutsam stiegen die Einsatzkräfte auf den Kran und sicherten sich dort mittels Bandschlingen und Spezialseilen an der Konstruktion des Krans. Langsam stieg ein Helfer auf den Ausleger hinaus. Mit einem auch im Bergsteigerwesen verwendeten sogenannten Dynamik-Seil sicherte er sich Meter für Meter an dem Ausleger, während sein Sicherungsmann ständig bereit war, ihn bei einem Sturz in das Seil vor dem Absturz in die Tiefe zu bewahren. Bereits nach kurzer Zeit war er bei der Person angelangt, die ihre Selbstmord-Pläne zwischenzeitlich aufgegeben hatte und sich ängstlich an dem roten Overall seines Retters festklammerte.
Gemeinsam mit dem Opfer sicherte sich der Retter auf dem Ausleger. Unter Mithilfe eines weitern Feuerwehrmanns, der kurz nach seinem Kameraden auf den Ausleger stieg, wurde das Opfer in ein Rettungsgerät gesetzt. Vorsichtig seilte sich ein Feuerwehrmann mit dem Opfer zum Boden ab.
Bei Höhenrettungseinsätzen sind die Feuerwehrleute hohen Anforderungen ausgesetzt. Sie sind nicht nur "Psychologen", die Menschen in Extremsituationen betreuen und beruhigen müssen. Sie sind in der Regel auch die ersten Sanitäter, die einen Verletzten erstversorgen und betreuen können.
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