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rin) Die Konstanzer Feuerwehr könnte bald gefährlich klein sein. "Wir sind an einer knappen Decke", stellt Kommandant Dieter Quintus fest. Um flexibel reagieren zu können, bräuchte die Stadt 300 Einsatzkräfte. Doch derzeit haben sich nur noch 275 Bürger dem freiwilligen Löschdienst verschrieben.
Geburtenschwache Jahrgänge, aber auch die Konkurrenz durch andere Freizeitangebote und Schwierigkeiten Beruf sowie Freiwilligendienst unter einen Hut zu bringen, bereiten der Feuerwehr Probleme. Die Jugendfeuerwehr, aus der bisher viele nach einer Grundausbildung mit Prüfung in den Löschdienst wechselten, verzeichnet einen Schwund an Nachwuchskräften. Derzeit seien rund 60 Jugendliche aktiv, noch vor wenigen Jahren waren es etwa 100. Jetzt sorgt sich Dieter Quintus um ausreichend Nachwuchs in den Löschzügen der Feuerwehr. "Wir sind froh über jeden Einzelnen der kommt."
Wenn der Schrumpfungsprozess weiter geht, dann seien bei Einsätzen "deutliche Lücken" zu erwarten, sagt Dieter Quintus. Das heißt: Die Wehr wird nicht mehr so schnell vor Ort sein können. Je weniger Leute große Teile der Stadt abdecken müssen, desto länger dauert es, sie an einem Einsatzort zusammen zu ziehen.
Um spürbare Lücken zu vermeiden, will die Konstanzer Feuerwehr ein großes "Motivationspaket" auflegen. "Das ist im nächsten Jahr unser Schwerpunktthema", kündigt Dieter Quintus an. Er freute sich kürzlich über 12 Nachwuchskräfte, die nach der Grundausbildung die erste Prüfung zum "Truppmann" ablegten. Wer sie besteht, darf mit zu Einsätzen. Im Jahresschnitt ist ein Feuerwehrmann in Konstanz rund 200 Stunden mit Übungen, Einsätzen oder Fortbildungen beschäftigt.