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Berichte
18. Juni 2004 – Ein Dorf und seine Wehr100 Jahre Feuerwehr Litzelstetten – Am Sonntag "Tag der offenen Tür" mit Vorführungen
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Zugführer Jürgen Schächtle (links) und Alfred Weiss (rechts) sind stolz auf die 100 Jahre alte Litzelstetter Handdruckspritze, welche auch beim "Tag der offenen Tür" am Sonntag präsentiert wird. Fotos: Aurelia Scherrer
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( as) "Vertrag über die Lieferung einer Fahrspritze für die Gemeinde Litzelstetten". Die Kopie dieses auf das Jahr 1904 datierten, im Stadtarchiv aufbewahrten Schriftstücks hält Albert Weiss stolz in den Händen. "Das ist der Beweis, dass die Feuerwehr in Litzelstetten seit mindestens 100 Jahren besteht", stellt Weiss, von 1974 bis 1992 Zugführer des Litzelstetter Löschzuges, der sich anlässlich des Jubiläums der Erstellung der Chronik widmete, fest. Zum Jubiläum lädt der Löschzug 4 der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz alle Interessierten am Sonntag, 20. Juni ab 11 Uhr zum "Tag der offenen Tür" in das Feuerwehrgerätehaus Litzelstetten im Kuckucksweg 2 ein. Geboten sind unter anderem eine Schauübung der Höhenrettungsgruppe, Präsentation moderner Löschfahrzeuge, Aktionen der Jugendfeuerwehr sowie Ausstellung der 100 Jahre alten Litzelstetter Handdruckspritze.
Verschiedene Brandereignisse hatten wohl seinerseits die Anschaffung von Geräten für das Feuerlöschwesen erfordert, mutmaßt Albert Weiss. Die zweiräderige Fahrspritze, welche die Gemeinde anno 1904 beschaffte, stellte eine eindeutige Verbesserung dar. Ein weiterer Höhepunkt in der Litzelstetter Feuerwehrgeschichte war 1935 zu verzeichnen, denn "es erfolgte die Genehmigung zum Bau vom Milchhäusle mit Spritzenraum im Dimpfel", so Weiss. "Damit bekam die Litzelstetter Feuerwehr erstmals ein festes Domizil."
Jubiläumsfest
Der 4. Zug der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet am Sonntag, 20. Juni, ab 11 Uhr im Feuerwehrgerätehaus im Kuckucksweg 2 (Höhe Martin-Schleyer-Straße 31) in Litzelstetten ein Jubiläumsfest. Die 26 Aktiven mit Zugführer Jürgen Schächtle wollen im Rahmen dieses "Tags der offenen Tür" allen Interessierten Einblick in die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl der Allgemeinheit geben. Geboten werden: Schauübung der Höhenrettungsgruppe, Aktionen der Jugendfeuerwehr, Präsentation moderner Löschfahrzeuge sowie Ausstellung der 100 Jahre alten Litzelstetter Handdruckspritze. Die Floriansjünger stehen jederzeit für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Über interessierten Nachwuchs würden sich die Feuerwehrkameraden besonders freuen.
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Außerdem wurde im selben Jahr mit dem Bau einer Wasserleitung begonnen, es erfolgte die Fertigstellung eines Wasserlöschbehälters auf dem Purren und die Feuer-Löschgeräte wurden auf "Reichs-Normal-Storz-Kupplung" umgestellt. Zwei Jahre später wurden Standrohre, Hanfschläuche, Strahlrohre und dergleichen angeschafft. Die hundertjährige Geschichte der Feuerwehr Litzelstetten spiegelt auch den raschen technischen Fortschritt wider. Adalbert Weiss kann sich noch gut daran erinnern, wie nach dem Krieg der damalige Kommandant seine Kameraden alarmierte: "Nach dem Krieg wurde ein Mehrklang-Horn angeschafft. Mit dem ist Adalbert Gensle durch das Dorf gegangen und hat das Signalhorn geblasen..." Und von dem ersten Löschfahrzeug (LF 8) für Litzelstetten, welches 1967 gekauft wurde, schwärmt Weiss noch heute.
Die Eingemeindung von Litzelstetten im Jahr 1971 brachte auch für die Wehr Veränderungen mit sich, denn aus der "Freiwilligen Feuerwehr Litzelstetten" wurde der "4. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz". "Fahrzeuge und Geräte werden seither in der Hauptwache in der Steinstraße gewartet", führt Weiss ein Beispiel an. Die 70er Jahre waren aber auch turbulent. Dem Löschzug 4 fehlten nämlich adäquate Räumlichkeiten. "Das Löschfahrzeug stand in einer Scheune am Ortsrand und die persönliche Ausrüstung der Feuerwehrmänner war in einem ziemlich feuchten Raum beim Milchhäusle untergebracht", erinnert sich der Litzelstetter. Doch eine große Verbesserung nahte. 1972 erwarb die Stadt Konstanz das Anwesen Kuckucksweg 2 und ließ es zum Feuerwehrgerätehaus umbauen, welches 1976 eingeweiht wurde.
Wichtig ist den Feuerwehrleuten aber auch die Kameradschaftspflege, weiß der ehemalige Zugführer Albert Weiss. Dabei denkt er an die Einsätze, wie den Tankstellenbrand in Litzelstetten Anfang der 70er Jahre, ausgedehnte Dachstuhlbrände, schwere Unfälle mit Todesfolge... "Es geht um Leib und Leben", so Weiss, der sicher ist, dass gute Arbeit und auch die Verarbeitung derartiger Erlebnisse dann funktioniert, wenn die Kameradschaft ausgeprägt ist. Dass es bei dem Löschzug 4 bestens bestellt ist, weiß Albert Weiss, schließlich haben sich die Feuerwehrmänner- und frauen einem gemeinsamen Motto verschrieben: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."
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