Konstanzer Feuerwehrleute nutzten die Gelegenheit den Gefahrgutschulungszug der Deutschen Bahn AG (DB) zu besuchen, der für einen Tag lang in Singen bereitstand. Die DB vermittelt mit dem Schulungszug den Feuerwehren, die bei Unfällen mit oder betrieblichen Störungen an Tankwagons zum Einsatz kommen, im Vorfeld einsatzrelevante Informationen.
Dabei besteht auch die Möglichkeit an einem eigens präparierten Tankwagon diverse Leckagen abzudichten. Diese nutzten hauptamtliche Feuerwehrangehörige sowie Mitglieder des Gefahrgut-Zugs. Zuerst wurde in einem Vortrag über die möglichen Gefahren bei Gefahrguttransporten auf der Schiene informiert. Während Unfälle mit Austritt größerer Mengen Gefahrgut oder gar Brände – wie am 8. März 1994 in Zürich Affoltern (
SF DRS 10 vor 10 und
Bericht der Berufsfeuerwher Zürich) – relativ selten vorkommen, treten pro Jahr etwa 150 Störungen auf, bei denen kleinere Mengen Gefahrstoffe austreten. Das sind zum einen Defekte an Armaturen, die sich mit den Mitteln der Feuerwehr aber nur begrenzt beheben lassen; zum anderen sind es Leckagen am Behälter selbst. Nach dem Vortrag und der Demonstration der verschiedenen Tankarmaturen übten die Feuerwehrleute dies anschließend an diversen eigens vorbereiteten Beschädigungen eines Kesselwagons.