|
Berichte
20. Juli 2005 – Knapp gerettet: Auto brennt völlig ausGlück auf der Reichenaustraße: Vier Insassen bleiben unverletzt – Feuerwehr löscht binnen weniger MinutenVier Personen haben richtig viel Glück: Weder bremsen noch beschleunigen kann die Fahrerin in der Nacht zum gestrigen Mittwoch auf der Reichenaustraße. Mit der Handbremse bringt sie den Wagen zum Stehen. Dann geht er in Flammen auf.
Um Punkt 1.13 Uhr empfängt die Freiwillige Feuerwehr den Anruf. Um 1.34 Uhr ist der Einsatz in der Reichenaustraße beendet. Dazwischen durchleben vier Personen einen gehörigen Schrecken - und steigen glücklicherweise unverletzt aus einem brennenden Auto aus.
"Die Fahrerin sagte, dass sie das Auto nicht mehr lenken und auch nicht bremse konnte", erklärt Polizei-Sprecher Michael Aschenbrenner. Mit der Handbremse gelingt es ihr, den Wagen zum Stillstand zu bringen. Dann brennt bereits der Motorraum. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Grund aus. Motoröl könnte ausgelaufen sein und sich am heißen Motor entzündet haben. Die vier Personen im Wagen reagieren rechtzeitig. Fremdeinwirkungen wie die Manipulation von Technik im Motorraum schließt die Polizei aus.
Die vier Autoinsassen sind mit dem Schrecken davon gekommen. "Man kann hier wirklich beruhigen und davon ausgehen, dass ein Autobrand nicht all zu häufig vorkommt", sagt Michael Aschenbrenner. Und schon gar nicht an der Tagesordnung seien Explosionen wie im Film. Trotzdem löst ein solcher Brand Aufsehen aus, vor allem wenn er Mitten in der Nacht und auf einer viel befahrenen Straße wie der Reichenaustraße passiert.
"Ein Brand breitet sich bei einem Auto sehr schnell aus", erklärt Feuerwehr-Sprecher Nikolaj Schutzbach. Heiß gewordene Kunststoffe in der Verbindung mit ausgelaufenen Ölen seien im wahrsten Sinnen brandgefährliche Materialen. Nur ein greifbarer Feuerlöscher im Koffer- oder Fahrerraum könne in diesem Moment noch helfen. "Allerdings muss dann klar sein, dass der Feuerlöscher funktioniert und die Personen wissen, wie man damit umgeht", sagt Michael Aschenbrenner. Verpuffungen bei der Öffnung der Motorhaube seien ebenso gefährlich wie der Versuch selbst zu löschen. Der Anruf bei der Feuerwehr sei in jedem Fall die bessere Alternative.
Autorin: Carola Stadtmüller, SÜDKURIER
|