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Berichte

20. März 2008 – Kellerbrand im "Hochhaus"

Eine Frau kam ins Klinikum – Langwierige Belüftungsmaßnahmen für die Feuerwehr

File-id: 4994
Foto: Oliver Hanser (20.03.2008)
File-id: 4997
Foto: nea (20.03.2008)
Kurz nach 9.15 Uhr kam es in einem 11-stöckigen Wohnhaus ("Hochhaus") in der Gustav-Schwab-Straße – gegenüber der Rieter-Werke – zu einem Kellerbrand. Der Rettungsdienst brachte eine Frau zur Beobachtung ins Klinikum. Wegen der langwierigen Belüftungsmaßnahmen dauerte der Feuerwehreinsatz bis in die Mittagsstunden. Eine Räumung des Gebäudes war nach Einschätzung von Feuerwehr und Polizei nicht erforderlich.
Der Hausmeister entdeckte den Brand im zweiten Untergeschoss und alarmierte unverzüglich über Notruf 112 die Freiwillige Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich der Rauch sowohl in den Kellerräumen als auch im gesamten Treppenhaus ausgebreitet. Neben Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung im Keller schickte Einsatzleiter Uwe Jordan mehrere Atemschutzgeräteträger ins Treppenhaus, um dort nach Menschen zu suchen und die Bewohner zu beruhigen.
Mit zwei Löschleitungen – darunter eine mit Schaum – konnten die Flammen schließlich erstickt werden. Aufgrund der engen und verwinkelten Bauweise war es nicht einfach, die Kellerräume trotzt Einsatzes zweier elektrischer Hochleistungslüfter schnell rauchfrei zu bekommen. Daher zog sich diese Arbeit über mehrere Stunden hin.
Die Brandursache ist bisher unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens steht ebenfalls noch nicht fest. Ausgebrannt ist ein Holzverschlag, mehrere der benachbarten Verschläge sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Zudem gibt es Rauchschäden im Keller.
Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei sperrten den betroffenen Straßenabschnitt in der Schneckenburgstraße und den Bahnübergang während der heißen Einsatzphase ab. Die Rettungsdienste des Roten Kreuzes und der Malteser sowie ein Notarzt waren ebenfalls an der Einsatzstelle. Dort musste ein Mann betreut werden. Gegen später meldete sich eine Frau, die anschließend zur Beobachtung ins Klinikum gebracht wurde. Verantwortliche des Bürgeramtes waren ebenfalls anwesend, um gegebenenfalls bei einer Räumung sofortige Unterbringungs- und Versorgungsmaßnahmen für die rund 60 Bewohner organisieren zu können. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.
In diesem Zusammenhang weißt die Feuerwehr eindringlich auf das richtige Verhalten bei derartigen Brandereignissen hin: Wenn das Treppenhaus verraucht ist, sollen die Bewohner unbedingt in ihrer Wohnung bleiben und die Wohnungstüren schließen. Falls durch Türspalten Rauch eindringen sollte, können diese mit (feuchten) Tüchern abgedichtet werden. Anschließend sollen sich die Bewohner an Fenstern bemerkbar machen. Ein Verlassen über den verqualmten Treppenraum sollte vermieden werden, da es in der Regel nicht möglich ist, sich im Rauch zu orientieren. Sauerstoffmangel und Giftstoffe können zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-03-21 17:54:25

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