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Berichte
20. Mai 2005 – Fit für den EinsatzSport-Initiative motiviert Konstanzer Feuerwehrleute zu ungeahnten sportlichen LeistungenLand auf, Land ab folgen die Feuerwehren einem neuen Leitgedanken: "Fit for Fire Fighting" ("FFFF"), was frei übersetzt soviel heißt wie "Fit für den Einsatz". Denn eine Studie brachte es an den Tag: Die meisten Feuerwehrfrauen und -männer sind nicht fit genug und durch die Belastungen im Einsatz erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt.
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Vor dem Paradieser Sankt-Martins-Brunnen posieren Paradieser Feuerwehrmänner mit Ehefrauen bevor es auf die acht Kilometer lange Laufstrecke nach Trboltingen in der Schweiz und zurück geht. Als häufiger Gast ist auch der gebürtige Konstanzer Inko Weber (vorne rechts) von der Berufsfeuerwehr Stuttgart mit dabei. Foto: Nikolaj Schutzbach
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Tausende Feuerwehrfrauen und -männer folgen seit Monaten der gemeinsamen Initiative von Baden-Württembergs Innenministerium, dem Landesfeuerwehrverband und der Unfallkasse unter der Gesamtprojektleitung der Landesfeuerwehrschule. Die Aktion will die Sicherheit der 150 000 Feuerwehrangehörigen erhöhen, denn für untrainierte Atemschutzgeräteträger bestehen im Einsatz erhebliche Gesundheitsrisiken.
Auch bei der Konstanzer Freiwilligen Feuerwehr besteht Bedarf. Allerdings dürfen sich die hiesigen Feuerwehrleute rühmen, dem Sport schon lange zugeneigt zu sein, denn seit fast 20 Jahren richten sie den Bodensee-Feuerwehr-Triathlon aus. Etliche Feuerwehrleute, insbesondere vom 5. Zug aus Dingelsdorf, sind Teilnehmer bei Halbmarathons und Stadtläufen. Nichtsdestotrotz haben sich 8 Feuerwehrmänner des 2. Zuges (Paradies) zusammengefunden und trainieren dreimal wöchentlich. Diese Termine sind sogar in einen offiziellen Dienstplan aufgenommen worden, um den Trainierenden den Versicherungsschutz eines Feuerwehrangehörigen zukommen zu lassen.
Antonius Martin, der schon lange regelmäßig an Halbmarathonläufen teilnimmt, hat die Neulinge langsam ans Laufen herangeführt: Die Motivation war auch für zwei Ehefrauen so stark, dass diese nun gemeinsam mit ihren Ehemännern Sport treiben. Sie treffen sich immer an der Paradieser Sankt-Martins-Kapelle und traben im Sommer bis ans schweizerische Triboltingen. Rund acht Kilometer werden so innerhalb von einer Dreiviertel Stunde zurückgelegt. Ihre erste Bewährungsprobe werden die Sportneulinge bei den 1. Baden-Württembergischen Feuerwehrmeisterschaften über zehn Kilometer in Singen am 19. Juni ablegen.
Bisher mussten sie nur zwei Mal ihr Programm ausfallen lassen: diesen Winter bei Glatteis und bei tiefem Frost. "Es tut total gut", ist die einhellige Meinung. Inzwischen gehöre das Laufen zum täglichen Leben und es fehlte etwas, wenn sie aussetzen mussten, so die Aussage der Sportler. Dem kann Feuerwehrmann Antonius Martin nur beipflichten. Schließlich gebe der Sport Kondition im täglichen Leben, und "fehlende Kondition ist mangelnde Konzentration", sagt Martin. Er trainiert nach Büchern, die auch für Bundesaußenminister Joschka Fischer Trainingsgrundlage gewesen seien. Für alle anderen haben die Initiatoren der FFFF-Bewegung unter dem Titel "Fit For Fire Fighting" ein Trainings- und Ernährungsbuch herausgebracht. Die rund 170 Seiten Inhalt kosten erschwingliche 9,90 Euro. Das Buch ist im Hampp-Verlag erschienen.
Es beinhaltet Tipps zum Laufen, (Nordic) Walking, Radfahren und zu Aufwärmübungen sowie viele schmackhafte Rezepte. Das Buch verspricht einen ganzheitlichen und wissenschaftlich begründeten Ansatz zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens und basiert auf der bekannten Pfundskur. Fragebögen unterstützen das Aufbauprogramm und ermöglichen eine Selbstkontrolle.
Begleitende und weiterführende Tipps gibt es auf er zugehörigen Homepage www.fit-for-fire-fighting.de
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