08. Oktober – Ehepaar bei Wohnungsbrand getötet
Im Schlaf überrascht – Nachbarn haben Brand gerochen, aber nicht gesehen
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Blick in die völlig zerstörte Küche. Von dort hatte das tödliche Feuer seinen Ausgang genommen.
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Rauchmelder
Feuerwehrleute und Sanitäter erinnerten sich in dieser Brandnacht an ein Ereignis, das unweit an Heilig Abend 1994 im Eichendorffweg ebenfalls zwei Menschenleben kostete. Hier wie dort, sind sich die Feuerwehrleute einig, hätten Rauchmelder die Bewohner rechtzeitig warnen und die Flucht ermöglichen können. Derartige Geräte, auch "Haushaltsrauchmelder" genannt, gibt es im Elektrofachhandel, in Baumärkten und Warenhäusern. Sie kosten je nach Typ zwischen 50 und 90 Mark. Einige der in der Regel mit Batterien betriebenen Modelle lassen sich sogar untereinander verbinden, so dass beim Alarm alle Melder gleichzeitig ansprechen. Eine Mindestausstattung sieht vor, dass in Schlaf-, Kinderzimmern und Fluren Rauchmelder an der Decke befestigt werden.
Ausführliche Informationen
Weitere Informationen zu Rauchmeldern erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Feuerwehr. In Konstanz stehen Ihnen Kommandant Dieter Quintus, Tel 900-389 und vom Vorbeugenden Brandschutz Uwe Jordan Tel 900-387 zu Verfügung. Weitere Kontakte.
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Zwei Menschenleben forderte ein Brand im Bärlappweg am frühen Sonntag Morgen. Gegen drei Uhr war nach Ermittlungen der Polizei in der Küche ein Feuer ausgebrochen, das ein Ehepaar im Schlaf überraschte. Der Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf über 250 000 Mark.
Es müssen sich nach Ausbruch des Brandes dramatische Szenen abgespielt haben. Beobachtungen der Feuerwehrleute legen den Schluss nahe, dass die Frau aufgewacht war und versuchte, sich ans Fenster zu retten. Sie hat es noch bis zum Spalt breit geöffneten Fenster geschafft und in kniender Haltung nach frischer Luft geschnappt.
Brandgeruch
Kurz nach drei Uhr war die Feuerwehr von Bewohnern aus dem Mondrauteweg benachrichtigt worden, dass es in der Nachbarschaft intensiv nach Brand rieche, die Ursache jedoch nicht zu entdecken sei. Als die Feuerwehr wenig später die Umgebung erkundete, entdeckten Feuerwehrleute Flammen hinter einem Fenster im Obergeschoss eines Wohnhauses im Bärlappweg/Ecke Buhlenweg.
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Deutlich zu sehen sind die Rauch- und Hitzeschäden an dem Bücherregal und der Zimmerdecke in einem Raum unweit der Küche. Das Schwarz der oberen Buchreihe ist Ruß!
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Mit einem lauten Knall zerbarst die Fensterscheibe der Küche, Flammen schlugen heraus. Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz kämpften sich durch verschlossene Türen; eine enorme Hitze und Flammen erschwerten das Vorankommen zusätzlich. Im Schlafzimmer entdeckten sie kurz nacheinander einen 74-jährigen Mann im Bett liegend und seine 59-jährige, schwer kranke Ehefrau.
Wiederbelebungsversuche
Die Atemschutzträger brachten beide unverzüglich ins Freie, wo Notärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute mit Wiederbelebungsversuchen begannen. Beide Opfer waren jedoch durch das Einatmen von giftigen Rauchgasen und Brandverletzungen so schwer verletzt, dass der Mann noch an der Einsatzstelle und die Frau noch am Sonntag Vormittag im Klinikum verstarben.
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Einsatzleiter Kurt Noll (rechts) gibt an einen Atemschutztrupp den Befehl zum Durchsuchen des Hauses.
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Löschangriff über eine Steckleiter in die Küche im ersten Obergeschoss.
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Die Löschangriffe mit mehreren Rohren über das Treppenhaus und einer Steckleiter am Küchenfenster brachten innerhalb kurzer Zeit den gewünschten Erfolg. Die Feuerwehrfrauen und -männer verhinderten, dass sich der Brand weiter in der Wohnung und im Dachstuhl ausbreitete. Zur Sicherheit ließ Einsatzleiter Kurt Noll weitere Rohre (darunter ein B-Rohr) auf den Gebäude-Längsseiten in Stellung bringen, falls das Feuer durch die Dachhaut zum Ausbruch käme.
Unbewohnt
Weitere Personen – die Wohnung im Erdgeschoss war unbewohnt – befanden sich keine im Haus. Die Mutter der ums Leben gekommenen Frau hatte in der unteren Wohnung gelebt und war rund zwei Wochen zuvor gestorben.
Als Brandursache ermittelte die Kriminalpolizei einen technischen Defekt einer Kaffeemaschine.
Der Einsatz für die Feuerwehr war gegen halb sechs Uhr beendet. Neben Notärzten und den Rettungsdiensten Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) war ebenfalls die Schnelleinsatzgruppe des DRK vor Ort. Die Polizei war ebenfalls mit einem großen Aufgebot vertreten.
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Persönlicher Einsatzbericht eines Feuerwehrmannes
Bericht des Brandermittlers
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