Einsatzauftrag für die ersten Fahrzeuge von Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst (MHD): "Einsturz. Vermutlich nach Explosion auf Industriegelände Herosé. Kein Feuer gemeldet." (Die traditionsreiche Textildruckerei Herosé hat einige Jahre zuvor ihren Betrieb eingestellt. Das nicht mehr benutzte Gelände wartet zu diesem Zeitpunkt auf eine Neugestaltung. In dieser Zeit eignete es sich hervorragend als Übungsgelände.)
An der Pforte wurden die ersten Einsatzkräfte von einem sehr aufgeregt wirkenden Mann empfangen, der mit fremdländischen Akzent immer wieder hervorstößt "Kollege mit Auto gegen Haus. Großer Knall. Ojeojeoje...". Er weist noch die Richtung zum Unfallgeschehen und will in seiner Verwirrung in eine ganz andere Richtung davon laufen. Den Feuerwehrleuten gelingt es, den Mann festzuhalten und ihn dazu zu bewegen, den Ort des Unfalles zu zeigen, da dieser von der Pforte nicht einsehbar ist.
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Gegen die untergehende Sonne müssen die Erkunder mit dem Unfallzeugen etwa 200 bis 300 Meter laufen, um an die Einsatzstelle zu gelangen.
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Endlich: hinter dieser Hausecke offenbart sich – zumindest teilweise – das Desaster. Der Verwirrte kann nun an den Rettungsdienst übergeben werden.
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Überblick über die Einsatzstelle: Rechts, zwischen Tank und Hauswand eingekeilt, liegt ein weißer Polo auf der Beifahrerseite; ein rot leuchtendes Rücklicht ist gut zu erkennen. Das Auto ist von einem Baumstamm und von Trümmern umlagert. Auf dem Silo liegt eine – offensichtlich – bewusstlose Person. Auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, dass auf dem Trümmerberg unter Betonteilen eine Person eingeklemmt ist. Zudem werden die Betonplatten durch einen fast senkrecht stehenden Baumstamm blockiert, der an der Leiter zum Tank lehnt (Bildmitte). Vorne, unter dem Trümmern liegt eine tote Person (Dummy). Im Polo ist der Beifahrer tot (Dummy) und der Fahrer lebensgefährlich verletzt.
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Die erste Fahrzeugaufstellung: RW 2 (6/52) und LF 16 (6/44) und im Hintergrund der RTW der Malteser.
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Erste Absprachen der beiden Einsatzleiter.
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Eine Suchkette soll es ermöglichen, einen Überblick über das Schadensausmaß zu erhalten.
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Der Feuerwehrmann im Vordergrund ist bei der toten Person (keine Vitalfunktionen, offene Schädeldecke), die unter Trümmern liegt. Der Feuerwehrmann auf dem Trümmerberg betreut die Person, deren Beine (im Licht-Schatten-Übergang sind zwei "Holzfüße"(!) zu erkennen) unter Betonplatten eingeklemmt sind.
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Die ersten Einsatzkräfte sind zu den beiden Auto-Insassen vorgedrungen. Der Fahrer ist ansprechbar und gibt Auskunft (Der Helm rechts unten ist der Schutzhelm des Fahrer-Darstellers).
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Feuerwehrleute beratschlagen, wie die Opfer aus dem Polo (er ist durch die zwei Rücken und den Baumstamm verdeckt) gerettet werden können.
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Mit den hydraulischen Rettungsgeräten wird die Fahrertüre geöffnet. Auch hier ist ein Abschnittsleiter (weiße Weste) für die Rettungsarbeiten verantwortlich.
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Die Türe ist auf; der erste Feuerwehrmann kann einsteigen.
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Von allen Seiten versuchen Rettungssanitäter an die Eingeschlossenen heranzukommen.
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Ein Feuerwehrmann sichert mit einem Pulverlöscher das Fahrzeug, falls es zu brennen anfangen sollte.
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Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung: Der Patient klagt über Taubheitsgefühle. Mittels dem KED wird die Wirbelsäule stabilisiert. Sehr eng geht es zu in dem auf der Beifahrerseite liegenden Polo. Unten ist gerade noch der tote Beifahrer (Dummy mit Genickbruch) zu erkennen.
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In allen Lagen leisten die Rettungskräfte Hilfe.
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Um den Hals trägt der Fahrer das Stiff-Neck. Da der Patient weitestgehend stabilisiert ist, wird das Herausheben vorbereitet.
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Vorsichtig wird der Verletzte aus dem Fahrzeug herausgehoben.
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Mehrere Einsatzkräfte bringen den Patienten zum Rettungswagen.
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Mit dem Kran des GW-T (Gerätewagen-Transport)...
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... wird der Baumstamm von Polo entfernt um so einen besseren Zugang zum Auto zu erhalten.
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Der Bewusstlose auf dem Steg zu Silo (rechts oben) ist zwischenzeitlich von einem Trupp gerettet worden. Über eine Wendeltreppe am anderen Gebäudeende haben sie den Patienten nach unten gebracht und dem Rettungsdienst übergegeben, der in der Nähe seine Stellung bezogen hat. Der Baumstamm (Bildmitte) soll gesichert werden um später eine Entlastung der Betonplatten zu ermöglichen.
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Der Verunfallte ist mit beiden Beinen unter zwei Betonplatten eingeklemmt. Für die Darstellung wurden zwei Holzbeine mit Holzfüßen unter die Platten gelegt. Die Holzbeine waren mit einer Hose (hellblau) überzogen; durch Schlitze in den Hosenbeinen konnte der Verletztendarsteller schlüpfen. Die dunkelblauen Unterschenkel und die Füße in Feuerwehrstiefeln gehören nicht(!) zur Darstellung.
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Der gesicherte Baumstamm wird abgesägt, um die Betonplatten bewegen zu können.
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Mit dem Kran des RW-Öl sollen die Betonplatten angehoben werden, um die eingeklemmten Beine (Holzklötze) befreien zu können.
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Rettungssanitäter versorgen den Eingeklemmten. Am rechten Bildrand in der Mitte ist das eine "Holzbein" zu sehen, über das eine Hose (hellblau) gestreift wurde. Die sichtbaren Stiefel gehören dem Darstellen, spielen aber keine Rolle.
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Die Schaufeltrage ist vorbereitet (links unten), die Betonplatten jedoch noch nicht hochgehoben.
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Die zweite Betonplatte ist zum Anheben vorbereitet.
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Die Beine sind unter den Betonplatten befreit und der Verletzte wird auf eine Schaufeltrage gelegt.
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Auch hier sind viele Hände notwendig um den sicheren Transport zu ermöglichen.
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Der Patient auf dem Betonberg ist gerettet,...
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... so dass der Baumstamm mit dem Kran des RW-Öl (Rüstwagen Ölwehr) geborgen werden kann.
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Nachdem der tote Beifahrer (Dummy) aus dem Auto geborgen worden war, ...
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... kann dieses mit dem Kran des GW-T aus der Lücke gezogen und gleich auf den Wechsellader (mit Abrollbehälter Mulde) verladen werden.
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Traurige Abschlussarbeit: Der Tote (Dummy) unter dem Beton soll geborgen werden.
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