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21. Juli 2007 – „Schwimmst Du noch oder läufst Du schon?“

Bei der diesjährigen Highlander-Challenge wurde erstmals auch eine Sonderwertung für alle Hilfs- und Rettungsorganisationen ausgeschrieben. Das Team der Firefighters Dingelsdorf startete dabei dieses Wochenende in neuer Besetzung aber mit dem gleichen Ehrgeiz wie in den vergangenen drei Jahren.
Der Austragungsort wechselt für die nächsten drei Jahre in die schöne Landschaft rund um den Illmensee, somit aber leider weg vom Bodensee. Die längere Anfahrt schreckten das Team und den Einzelstarter des 5. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz jedoch nicht ab, so dass sich am frühen Samstagmorgen um 7:30 Uhr Marcus Sauter als Schwimmer für das Team auf die 3 Kilometer lange Rundstrecke im Illmensee begab.
„Am Start war es total ruhig, niemand hat sich unterhalten.“ Erzählte er anschließend von der Konzentrationsphase des großen Teilnehmerfeldes, bevor unzählige Arme und Beine die ruhige Morgenstimmung auf dem Illmensee aufwirbelten. Nach nur 1 Stunde und 7 Minuten konnte er die Startnummer bereits an Bruno Romer übergeben.
Der erfahrene Inlineskater nahm sich nun des 20-Kilometer-Rundkurses an. Doch schon wenige Kilometer nach Beginn seiner Disziplin ahnte er, dass 300 Höhenmeter nicht zu unterschätzen sind. Auf den 4 Runden – für die er insgesamt rund 60 Minuten benötigte – musste jedes Mal ein steiler und lang gezogener Anstieg erobert werden. Als Belohnung waren in die Strecke zwei sehr schöne schnelle Abfahrten eingebaut.
Zwischenzeitlich hatte das Team und sein Betreuer von der befreundeten Ginsheimer Feuerwehr, Martin Reinheimer, die Wechselbox im Fahrerlager mit Tisch und Bänken Pavillon sowie Feldbett luxuriös eingerichtet. Hier stand der ehemalige Dingelsdorfer Kamerad und jetziger Feuerwehrmann in Röthenbach, Christian Stimm, bereit für den Wechsel auf die Radstrecke.
Hoch motiviert trieb er sein Carbon-Rennrad 4 Stunden und 10 Minuten lang über die anspruchsvolle Route, die ebenfalls aus zwei Runden bestand. Unbeeindruckt von den unfairen Leistungen einiger Fahrer, die sich zu Windschattengruppen zusammengeschlossen hatten, kletterte er zweimal den 5 Kilometer langen Anstieg zum Höchsten hinauf. Die insgesamt 1 500 Höhenmeter minderten den Erfolg auf dieser Distanz nicht. „Der trainiert ja immer im Allgäu, also Berge fahren kann er!“, so sein Teamkollege Michael Allweier.
Wie gut der selbst am Berg ist, durfte er anschließend auf dem Mountainbike beweisen. Dies gelang im auf äußerst eindrucksvollen Weise, als er nach nur 2 Stunden und 10 Minuten die 44 Kilometer und 1 000 Höhenmeter auf zumeist gut fahrbaren Feldwegen beendete. Für den notwendigen Spaß sorgten zwei Passagen mit tiefen verschlammten Spurrillen, die dem geübten Mountainbiker einiges an Geschick abverlangten. Leider kam es nicht zu dem herbeigesehnten Zweikampf zwischen ihm und dem Einzelstarter Alan Dittrich.
Dieser hatte nach dem zeitlich versetzten Start das Team mittlerweile schon überholt gehabt. Dies gelang natürlich nur, weil der Einzelstarter die kürzere Variante des Highlanders gewählt hatte und erst um 9:30 Uhr an den Schwimmstart ging. Dabei herrschte eine ganz andere Atmosphäre als beim Start der längeren Classic-Variante.
Eine unerträgliche Anspannung war allen Athleten ins Gesicht geschrieben. Die Luft war zum Zerreißen gespannt als die Sportler, umringt von den zahlreichen Zuschauern am Ufer, im hüfttiefen Wasser standen. Zwei Minuten vor dem Startschuss entlud sich die Begeisterung der Fans und Betreuer wie auf Kommando in einem lauten und motivierenden Beifall. Den Anfeuerungsrufen gebührend erfolgte ein spektakulärer Start mit einigen harten Positionskämpfen auf den ersten 500 Metern der insgesamt 2 Kilometer langen Strecke.
Nach einem Tritt ins Gesicht während des Endspurts lag der Einzelstarter nach 36 Minuten beim Wechsel auf die Inliner bereits 4 Minuten im Rückstand zu seinem Zeitplan. Auch er hatte mit der Steigung auf der Inliner-Strecke zu kämpfen, musste diese aber nur zweimal passieren. Dennoch verlor er auf den 13 Kilometer weitere kostbare Zeit.
Unbeirrt und gestärkt durch den von seiner eingespielten Betreuerin Sindia Gurnik gut vorbereiteten Wechsel auf das Rennrad setzte er die Jagd nach dem persönlichen Ziel fort. 300 Minuten, so die eigene Vorgabe für die Gesamtdistanz. Dafür musste er inzwischen knapp 15 Minuten wieder reinholen. In seiner stärksten Disziplin, dem Rennrad, gelang es endlich mit einem Gewaltantritt auf den 60 Kilometern und einem Schnitt von knapp 32 Kilometer in der Stunde, wieder näher an das Zeitziel heranzufahren und den Rückstand um 10 Minuten zu verringern.
Es folgte nun die Mountainbikestrecke, auf der der Einzelstarter im Gegensatz zum Teamfahrer nur eine Runde bewältigen musste. Nach exakt einer Stunde beendete er die Strapazen der 22 Kilometer, blieb somit im berechneten Zeitfenster, konnte aber durch die optimal vorbereitete und sehr schnelle Wechsel ein paar Minuten wettmachen.
Doch der Höhenflug wurde auf der abschließenden Laufstrecke abgefangen. Schon kurz nach dem Wechsel konnte Alan sein anvisiertes Tempo nicht halten und schleppte sich mit einer durchschnittlichen Zeit von 5 Minuten und 30 Sekunden pro Kilometer über die unebenen 10 Kilometer des Crosslaufs. Mit 5 Stunden und 5 Minuten blieb er zwar knapp hinter seiner Wunschzeit zurück, zeigte sich aber überglücklich, die Distanz überstanden zu haben. Begeistert wurde der Einzelstarter dann auch im Ziel von den Zuschauern, der Betreuerin und dem Team empfangen. Zu allseitiger Überraschung schaffte er es auf Platz 3 der insgesamt 38 Einzelstarter des Highlander-Light.
Kurz nach dem Zieleinlauf des Einzelstarters war dann die Stunde für den Teamläufer gekommen. Nachdem Andreas Wilhelm wenige Tage zuvor von einer Krankheit geplagt wurde, musste diese Aufgabe zusätzlich von dem Schwimmer Marcus Sauter übernommen werden. Frei nach dem Motto: „Schwimmst Du noch oder läufst Du schon?!“ Nach einer langwierigen Verletzung und ohne vorheriges Lauftraining meisterte er aber die 20 Kilometer rund um drei kleinere Seen in nur 1 Stunden und 58 Minuten und führte nach rund 10 Stunden das Team auf Platz 48 in der Gesamtwertung. Das ergab den sehr guten 2. Rang in der Sonderwertung der Hilfs- und Rettungsorganisationen. Vielleicht fühlen sich somit auch einige weitere Löschzüge der Feuerwehr Konstanz angespornt zu einem Start beim Highlander 2008.
Das Sportereignis im Internet: www.highlander-challenge.de
Autor: Alan Dittrich – Letzte Änderung: 2007-08-03 14:23:22

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21. Juli 2007 – „Schwimmst Du noch oder läufst Du schon?“ #1
21. Juli 2007 – „Schwimmst Du noch oder läufst Du schon?“ #2


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