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Berichte

22. Januar 2007 – Klinik-Brand durch Rauchen im Bett

Aufwändige Übung von Feuerwehr und MHD in der Schmieder-Klinik

File-id: 1402
Foto: nea (22. Januar 2007)
Rauchen im Bett und der sich daraus ergebende Brand, waren die Annahme für eine aufwändige Übung der Freiwilligen Feuerwehr und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) bei der Schmieder-Klinik in der Eichhornstraße.
Ein "Patient" hatte sich vor dem Schlafengehen, so die Annahme, im Bett eine Zigarette angesteckt. Da er dabei einnickte, fiel der Glimmstengel auf die Bettdecke und entzündete diese. Dabei entstand dichter Rauch. Da der Mann durch die Gluthitze erwachte, versuchte er sich auf den Flur zu retten. Beim Öffnen der Tür brach er jedoch bewusstlos zusammen. Durch die entstandene Öffnung strömte nun der Qualm – dargestellt durch Theaternebel – auf den Flur, worauf kurze Zeit später die automatischen Rauchmelder an der Decke ansprachen.
Daraufhin geschahen, gesteuert durch die Brandmeldezentrale, mehrere Dinge zur gleichen Zeit: Auf dem Flur ertönte ein Warnton, die offenstehenden Rauchabschlusstüren schlossen sich selbstständig und es erfolgte eine Meldung an die Feuerwehrzentrale in der Steinstraße. Von der Feuerwache aus rücken kurz darauf die ersten Fahrzeuge ab. Kommandant Dieter Quintus fuhr von zuhause aus an.
File-id: 1381
Foto: Johannes Braun (22. Januar 2007)
Noch als die ersten Einsatzkräfte unterwegs waren, erfuhr die Zentrale durch ein Telefonat mit der Klinik, dass es "tatsächlich" brennen würde. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute erkundeten an der Brandmeldezentrale den genauen Brandort. Dieser lag im zweiten Obergeschoss. Dieses war bis zur betreffenden Abschlusstüre rauchfrei. Mit diesen Informationen ausgestattet begaben sie sich wieder vor das Gebäude, wo sie ihre Erkundungsergebnisse dem Kommandanten mitteilten.
Dieter Quintus entschloss sich daraufhin, die Einsatzstelle in zwei Abschnitte aufzuteilen: Der erste übernahm die Rettung der Patienten vom Alpsteinweg, der zweite mit der gleichen Aufgabe von der (tiefer gelegenen) Seeseite. Hierzu ließ er weitere Kräfte aus der Altstadt zusammen mit der zweiten Drehleiter anrücken. Der Löschangriff sollte von den im Haus verteilten Wandhydranten erfolgen, die an eine wassergefüllte Steigleitung angeschlossen sind, um das Öffnen von Türen zu vermeiden. Die Führungsgruppe bezog mit dem Einsatzleitwagen vor dem Haupteingang die Stellung.
Aufgrund der zu erwartenden Menge an zu betreuenden Personen ließ der Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes die eigene Schnelleinsatzgruppe hinzualarmieren. Die Verletztensammelstelle richteten die Einsatzkräfte im Eingangsbereich des ersten Obergeschosses ein. Die meisten der sich in ihren Zimmer aufhaltenden "Patienten" hatten sich auf die Balkone geflüchtet. Von dort brachten sie die Feuerwehrfrauen und -männer über die Drehleitern in Sicherheit. Eine Verletztensammelstelle im Alpsteinweg wurde nach einiger Zeit aufgelöst, um alle "Opfer" im Warmen und übersichtlich an einer einzigen Stelle betreuen zu können.
File-id: 1455
Foto: Michael De Pieri (22. Januar 2007)
21 "Patienten und Verletzte" hatten die Übungsleiter vorbereitet. Diese wurden alle an die Sammelstelle gebracht, wo sie von Maltesern, Ärzten und Pflegepersonal betreut wurden. Nach der erfolgreichen Rettung aller Personen und dem "Feuer aus" konnte die Übung in weniger als anderthalb Stunden beendet werden.
In der anschließenden Nachbesprechung zeigte sich Kommandant Dieter Quintus zufrieden über den Übungsverlauf. Er erklärte auch, dass im Ernstfall eine Verlegung von Patienten in einen anderen Brandabschnitt auf der gleichen Geschossebene vorgenommen würde. Dies sei hier jedoch nicht gemacht worden, um die Patienten dort nicht zu beunruhigen. Die Übung hatte in einem derzeit von Patienten nicht genutzten Bereich im zweiten Obergeschoss stattgefunden. Der Schmieder-Klinik bescheinigte Quintus, dass diese bei "der Brandschutztechnik auf einem super Stand ist".
Michael Norgauer vom MHD freute sich, dass die Verletztenregistrierung gut funktioniert habe. Diese ist wichtig, um unter anderem einen Überblick zu haben, ob noch Personen vermisst werden. Verwaltungsleiter Peter von Skwarski lobte, es sei hervorragend, dass die Übung so "geordnet und koordiniert" abgelaufen sei.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-01-25 01:34:00

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