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Berichte
23. Oktober 2003 – Ölschlieren im SeerheinFeuerwehren aus Konstanz und Kreuzlingen brachten Ölsperren aus – Ursache war ein technischer Defekt in einer WerftKurz vor der Mittagszeit alarmierte die Wasserschutzpolizei (Wapo) die Freiwillige Feuerwehr, weil Ölschlieren auf dem Seerhein flussabwärts trieben. Da das Dieselöl auch nach Gottlieben trieb, kamen die Feuerwehr Kreuzlingen und die Seepolizei Thurgau dort zum Einsatz. Ursache war ein technischer Defekt.
Zuerst brachten die Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von Kommandant Dieter Quintus eine Ölsperre auf Höhe des Sitzes der Wasserschutzpolizei in der Stromeyersdorfstraße bis etwa zur Rheinmitte an, eine zweite Sperre errichteten sie vorsichtshalber über die gesamte Breite beim Klärkanal. Die Kreuzlinger Feuerwehr brachte eine Ölsperre vor Gottlieben ins Wasser. Der Wind trieb dort Ölschlieren ans Schweizer Ufer. Der nicht allzu rege private Schiffsverkehr wurde durch die Sperren behindert.
Von ihren Booten aus nahmen die Feuerwehrfrauen und -männer das ausgebrachte Ölbindemittel auf. Um die Kommunikation mit den Schweizer Einsatzkräften sicherzustellen entsandte die Konstanzer Feuerwehr eine Kontaktperson nach Gottlieben.
Neben einem umfangreichen Fuhrpark waren zwei Arbeitsboote der Konstanzer Feuerwehr, sowie je eines der Wapo, der Feuerwehr Kreuzlingen und der Seepolizei Thurgau im Einsatz. Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel und Christian Brunner vom Amt für Umweltschutz waren ebenfalls vor Ort und machten sich ein Bild von der Schadensstelle. Insgesamt waren über 40 Helfer aufgeboten. Der Einsatz dauerte bis gegen 17 Uhr.
Als Ursache ermittelten die Beamten der Wapo einen technischen Defekt in einer Werft am Seerhein. Dabei war Dieselöl war in den Seerhein gelaufen. Die Menge sei gering, jedoch die Angabe der genauen Menge schwierig, so das Fazit der Einsatzkräfte.
Das rechtzeitige Einschreiten der Konstanzer Feuerwehr verhinderte, dass die Ölschlieren ins Wollmatinger Ried oder gar bis zu Insel Reichenau trieben.
Am Samstag hatten die Ölwehren am Bodensee bei einer internationalen Übung in Romanshorn – dort allerdings unter Annahme einer Großschadenslage – ihr Können unter Beweis gestellt.
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