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Berichte
23. Oktober 2010 – Umzugspläne der Feuerwehr reifenIn der Konstanzer Feuerwehr reifen Umzugspläne. Sie will die Feuerwache an den Nordkopf der Neuen Rheinbrücke verlagern. Bei der Standortfrage für eine neue Feuerwehrwache scheint sich ein Platz als Favorit herauszukristallisieren: Die Feuerwehr will eine Freifläche im Oberlohn für den Neubau sichern. Das Gelände liegt in der Nachbarschaft zur Tennishalle und der Firma Dentsply in der De-Trey-Straße. Die Feuerwehr strebt eine Kooperation mit den Stadtwerken an, die ihre Omnibushalle und ihre Werkstätten erweitern muss. Auf den etwa 10 000 bis 11 000 Quadratmeter großen Freiflächen neben der Brückenabfahrt könnten beide Einrichtungen unterkommen und die Werkstätten gemeinsam nutzen, sagt Feuerwehrkommandant Dieter Quintus auf Nachfragen. Bis zum Umzug könnten noch Jahre vergehen, doch es sei jetzt wichtig, das Gelände für die Neubauten freizuhalten.
Für Quintus ist klar: In der Steinstraße hat die Feuerwache langfristig keine Zukunft. Das bestätige auch ein Gutachten. Die Feuerwehr kann dort nicht wachsen und sie kämpft seit Jahren mit massiven Verkehrsproblemen auf der kleinen Zubringerstraße, über die auch die Zufahrt für das große Parkhaus des Seerhein Centers führt. Es komme dort immer wieder zu Problemen mit Falschparkern und dem Lieferverkehr zum Einkaufszentrum, sagt Quintus. „Die Verkehrsanbindung ist einfach schlecht“. Der Kommandant sieht auch, dass die benachbarten Schulen zunehmend unter Platzmangel leiden. „Die Schulen wollen mehr Raum.“ Sie drängen auch auf eine schnelle Lösung. Derzeit wird zur Entlastung des Standorts der Bau einer weiteren Realschule in der Pestalozzistraße diskutiert.
Die Konstanzer Feuerwehr hat aktuell 270 aktive Mitglieder. Mit Sorge sieht Quintus, dass zunehmend Feuerwehrleute der Bodenseestadt den Rücken kehren müssen, weil sich ihnen vor Ort keine beruflichen Perspektiven mehr bieten oder die hohen Wohnungspreise sie ins Umland treiben. Allein zehn Mitglieder seien der Konstanzer Feuerwehr im vergangenen Jahr auf diese Weise verloren gegangen. Unter anderem hätten auch nicht fortgesetzte Zeitverträge eine Rolle gespielt.
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