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Berichte

24. Juni 2008 – Vier Wanderer in der Marienschlucht abgestürzt

Rettungsübung von Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Am Dienstagabend verunglückten in der Marienschlucht beim Grillplatz bei Wallhausen vier Frauen und Männer, so lautete die Übungsannahme für die Freiwillige Feuerwehr Konstanz, den Malteser Hilfsdienst und die Ortsgruppen Konstanz, Dettingen-Dingelsdorf und Bodman der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Als die über Land angefahrenen Einsatzkräfte an der „Unglücksstelle“ eintrafen, kam ihnen eine aufgeregte Frau entgegen, die berichtete, dass vier ihrer Mitwanderer einen Tobel und einen Steilhang hinuntergestürzt seien.
Einsatzleiter Jürgen Schächtle erkundete weiterhin, dass je zwei Personen nahe beieinander lagen. Er teilte daraufhin die Mannschaften von Feuerwehr und Sanitätsdienst in zwei Gruppen auf, die sich um die Rettung der Verletzten kümmern sollten. Parallel hierzu waren die DLRG-Ortsgruppen mit insgesamt vier Booten hinzu alarmiert worden. Diese sollten zum einen die Rettung von der Seeseite unterstützen als auch einen Abtransport der Verunglückten über Wasser ermöglichen.
Die im Tobel liegenden Menschen waren etwa zehn Meter tief abgestürzt. Beide hatten schwere Verletzungen, so dass sie nicht mehr selbstständig nach oben steigen konnten. Nach einer Erstversorgung durch die Sanitäter der Malteser wurde der Mann in einer Schleifkorbtrage nach oben zum Fahrweg gebracht, wo der Rettungswagen wartete. Anschließend hievten die Helfer die auf einer Schaufeltrage liegende Frau gleichfalls auf sicheren Grund. Dort wurden beide für den Transport ins Krankenhaus vorbereitet.
Die Rettung der beiden im Steilhang liegenden Personen war deutlich aufwendiger. Deren Stürze waren durch Bäume aufgehalten worden. Der heftige Aufprall hatte schwere Verletzungen zufolge. Bei dieser Rettungsaktion kam den Einsatzkräften das Wissen einiger Mitglieder der Höhenrettungsgruppe zugute. Umfangreiche Sicherungen mit Fangleinen brachten die Retter an einem dicken Baumstamm an. Diese diensten sowohl als Sicherung für sie selbst als auch für die Verletzten, die so von einem weiteren Absturz bewahrt blieben.
Nacheinander seilten die Feuerwehrleute beide – ebenfalls nach einer Erstversorgung durch die Malteser – in Schleifkorbtragen an Ufer ab. Da das Hinablassen einfacher und weniger anstrengend für die Verletzten war als das mühsame Hinaufziehen, wurde dieser Weg gewählt. Am Ufer warteten schon die Boote – darunter auch die jüngst neu beschafften – der DLRG, die dort bequem anlanden konnten. Nachdem die Opfer auf Tragen umgebettet waren, hoben die Helfer sie in die Rettungsboote.
Damit endete schließlich die Übung. Die Verantwortlichen der beteiligten Hilfsorganisationen zeigten sich in der abschließenden Besprechung über deren Verlauf zufrieden. Die Zusammenarbeit untereinander und auch die Übergabe auf die Boote hätten gut geklappt, so die einhellige Meinung. Einzig die Funkverständigung war wegen der Topografie teilweise erschwert, sodass sich die Einsatzkräfte manchmal erst nach einem Ortswechsel untereinander verständigen konnten oder gar zu Fuß ihre Meldungen überbringen mussten.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-07-17 12:37:34

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24. Juni 2008 – Vier Personen in der Marienschlucht abgestürzt

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DLRG Bodman-Ludwigshafen: Gemeinsame Übung Feuerwehr, MHD und DLRG im Bereich Katharinentobel


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