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Berichte

24. Mai 2010 – „Wir sind Europa“

Feierlichkeiten anlässlich der 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Konstanz und Fontainebleau – Ein vorbildlicher Teil der EU-Erfolgsgeschichte

Das Wochenende mit den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Konstanz und Fontainebleau wird in die Annalen der Stadt Konstanz eingehen. Es wurde nicht nur ein großes Bürgerfest im Zeichen der Völkerverständigung gefeiert, alte Freundschaften gepflegt und neue begründet. Vielmehr wurde der Eid, den die Stadtoberhäupter von Konstanz und Fontainebleau – Bruno Helmle und Paul Seramis – vor 50 Jahren geleistet haben, von den heutigen Amtsinhabern, Horst Frank und Frédéric Valletoux, neuerlich bekräftig.
Doch nicht nur das: Auch die Bürgermeister der weiteren Konstanzer Partnerstädte – Hana Randova aus Tábor (Tschechien), Celia Hodges aus Richmond (England) und Lorenzo Guerini aus Lodi (Italien) – unterzeichneten neuerlich die Urkunde, um damit das im Namen der Bevölkerung geleistete Versprechen, die Bindungen zu festigen, die europäischen Freundschaften zu vertiefen und für einen lebendigen Austausch einzutreten, einzulösen. Ein feierlicher und historischer Moment, denn die Anwesenden spürten, dass es sich nicht um Lippenbekenntnisse handelte, sondern dass auch die Stadtoberhäupter der fünf Partnerstädte selbst in persönlicher Freundschaft verbunden sind.
Oberbürgermeister Horst Frank blickte mit Dankbarkeit auf das halbe Jahrhundert der Freundschaft zwischen Konstanz und Fontainebleau zurück. „Das ist ein vorbildlicher kommunaler Teil der EU-Erfolgsgeschichte und des 50 Jahre andauernden Friedens. Die EU braucht dringend solche Erfolgsgeschichten.“ Die deutsche und die französische Stadt mitsamt ihren Bürgern hätten sich seinerzeit der gemeinsamen Geschichte gestellt und diese aufgearbeitet. Aber gerade die Bürger seien es, die den europäischen Gedanken mit Leben füllten. Als Beispiel, ja sogar als „Garanten“ der Städtepartnerschaft, nannte Horst Frank die Feuerwehren der Städte Konstanz und Fontainebleau: „Sie halten die Flamme der Freundschaft am Leben, die einzige Flamme, die sie nie löschen“, so Horst Frank. Ebenso wie die vielen weiteren Vereine und Organisationen, welche den regen Austausch pflegen.
„Ich bin ein Konstanzer“, formulierte Frédéric Valletoux, Bürgermeister von Fontainebleau. Die Verschwisterung der beiden Städte sei eine der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen. „Es war damals ein Zeichen der Brüderlichkeit, und es erforderte einen starken Willen, zusammen eine gemeinsame Zukunft zu schaffen, in einer Zeit, als uns die Geschichte unserer beiden Länder trennte.“ Ein „Bravo“ sprach Frédéric Valletoux allen Vereinen und Gesellschaften aus, denn dank ihres Engagements „konnte die Flamme der Jumelage von Generation zu Generation übertragen werden“. Frédéric Valletoux bekräftigte ebenso wie Hana Randova, Celia Hodges und Lorenzo Guerini, den Eid, für die Verständigung der Völker und für ein freies, einiges und friedliches Europa einzutreten. Das viertägige Partnerschaftsfest in Konstanz unterstrich die Aussage von Horst Frank und füllte diese mit Inhalt und Leben: „Wir sind Europa!“
Autor: Aurelia Scherrer – Letzte Änderung: 2010-05-28 11:27:09

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24. Mai 2010 – Besondere Beziehungen


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