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Berichte
24. Oktober 2009 – Neue Herausforderungen angenommenDankesabend der Freiwilligen Feuerwehr KonstanzMit einem großen Festabend dankte die Stadt Konstanz am Samstagabend ihrer Freiwilligen Feuerwehr Konstanz für das in den letzten 12 Monaten für die Stadt geleistete Engagement. Zu dem traditionellen Dankesabend waren neben den aktiven Feuerwehrleuten Vertreter befreundeter Hilfsorganisationen eingeladen. Die Fraktionen des Konstanzer Gemeinderats entsandten Abordnungen. Der Einladung der Feuerwehr waren auch Frank Raddatz, Schulleiter der Theodor-Heuß-Realschule und Elke Großkreutz, Leiterin der Gebhardschule gefolgt. Die sich aus der direkten Nachbarschaft der Feuerwehr und der beiden Schulen in der Steinstraße ergebenden Meinungsverschiedenheiten waren im vergangenen Jahr mehrfach Gegenstand auch der öffentlichen Diskussion geworden, sodass die Feuerwehr mit der Einladung ein Zeichen des Wunsches guter Nachbarschaft verband. Wie jedes Jahr konnten die Feuerwehrleute ihre Freunde aus dem französischen Fontainebleau sowie den Schweizer Nachbargemeinden Kreuzlingen und Tägerwilen begrüßen.
Feuerwehrkommandant Klaus-Dieter Quintus konnte festhalten, dass die Stadt von Großbränden in den vergangenen Monaten verschont geblieben sei – nicht ohne anzumerken, dass Hauptursache hierfür die Feuerwehr selbst sei, die alle Brände so rechtzeitig bekämpfen konnte, dass sie nicht zum Großbrand wurden. Allerdings – so Kommandant Quintus in seiner Ansprache – habe die Häufung von Unwetterlagen im Frühjahr wieder einmal unterstrichen, dass mit derartigen kleinräumigen, immer heftiger werdenden Unwetterlagen neue Herausforderungen auf die Feuerwehr und die Stadt zukommen, denen man sich stellen müsse. In diesem Sinne sei auch die in diesem Jahr erfolgte Einrichtung des Lagezentrums in der Feuerwache und die in der Feuerwache erfolgende räumliche Konzentration von Entscheidungsträgern der Feuerwehr und der Verwaltung bei derartigen Ereignissen eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung. Quintus wies allerdings auch darauf hin, dass die räumliche Situation am Standort Steinstraße und die Situation zweier Schulen und der Feuerwache auf engem Raum unbefriedigend sei. „Wir brauchen ebenso wie auch die Schulen Planungssicherheit für die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre,“ forderte der Feuerwehrkommandant mit Blick in Richtung der anwesenden Gemeinderäte. Quintus dankte den Hilfsorganisationen für die gute Zusammenarbeit – beispielsweise dem MHD für die sanitätsdienstliche Begleitung der Atemschutzausbildung und dem DRK für die Erste-Hilfe-Ausbildung im Rahmen des derzeit laufenden Grundlehrganges.
Oberbürgermeister Horst Frank blieb Dank und Anerkennung für seine Feuerwehr nicht schuldig. „Wir sind von großen Schadensfällen verschont geblieben, ich bin froh darüber.“ Er unterstrich die Ausführungen des Kommandanten zum gewandelten Aufgabenbild. „Die Feuerwehr steht hier vor neuen Herausforderungen, die Einrichtung des Lagezentrums ist der richtige Weg,“ stellte der Oberbürgermeister mit Blick auf das Hagelunwetter im Mai 2009 fest. Er hob auch die Leistungen der Feuerwehr im Bereich der Aus- und Fortbildung sowie der Nachwuchsgewinnung hervor. Mit Blick auf den im vergangenen Jahr erstellten Feuerwehrbedarfsplan und das Standortgutachten zur Feuerwache Steinstraße und die von Kommandant Quintus angesprochene Planungssicherheit sagte der OB seiner Feuerwehr zu: „Die Anforderungen an Sie verändern sich, die Feuerwehr ist gerüstet dafür. Wir werden seitens der Stadt das Nötige dazu tun.“
Anlässlich des Dankesabends werden traditionell verdiente Feuerwehrangehörige geehrt und Beförderungen ausgesprochen.
Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Albert Liebe, Klaus Mayer, Jonel Pop und Philipp Siebrecht geehrt. Gisela Lehmann erhielt die Ehrung für 25 Jahre Dienst im Spielmannszug der Feuerwehr. Das Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Landes Baden-Württemberg überreichte der Oberbürgermeister an Ralf Keller, Oliver Näcke, Georg Schroff sowie Dieter Uecker. Auf 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst können Helge Hamann, Klaus Koch und Klaus-Peter Wehner zurückblicken, denen dafür das goldene Feuerwehrehrenkreuz des Landes Baden-Württemberg verliehen wurde. Die 1. Ehrennadel der Bundesvereinigung deutscher Blas- und Volksmusikverbände wurde an Jessica Hafner, Daniel Koch, Fabian Koch und Daniel Wollitz verliehen. Sie sind seit zehn Jahren im Spielmannszug der Feuerwehr aktiv.
Nach erfolgreichem Absolvieren der Feuerwehr-Grundausbildung konnten Natascha Müllner, Nicole Wehner, Martin Braunbarth, Benjamin Fuchs, Marc-Philipp Greis, Michael Mayer, Michael Meßmer, Christoph Motz, Dominik Oser, Simon Pauler, Michael Renz, Simon-Peter Restle, Christian Sawade, Achim Schmid, Daniel Schropp und Christian Stratmann zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann befördert werden. Fabian Pagel wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Katja Schürer trägt jetzt den Dienstgrad Hauptfeuerwehrfrau, Tobias Hoffmann wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Markus Fischer, Thorsten Liebe und Martin Volle konnten nach erfolgreich absolvierten Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule zum Löschmeister befördert werden. Antonius Martin, der seit über einem Jahr den 2. Löschzug leitet, wurde zum Oberbrandmeister befördert.
Der Bauchredner Fred van Harlen sowie eine Bauchtanzvorführung rundeten den Abend ab, durch den Michael Müllner als Leiter der Organisationsgruppe führte. Das italienische Buffet mit kalter Vorspeise und Nudelvariationen hatte die Küche der Spitalstiftung unter Leitung ihres Chefs Reinhard Ruhland beigesteuert, die damit nicht nur seit Jahren verlässlicher Partner der Feuerwehr bei der Einsatzstellenverpflegung ist, sondern auch den Dankesabend kulinarisch gestaltet. Autor: hwr – Letzte Änderung: 2009-10-25 12:55:29 Berichte
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