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Berichte
25. April 2008 – Neun Personen bei Brand verletztHelfende Polizisten erlitten Rauchgasvergiftungen – Feuer im Parkwohnstift RosenauBei einem Brand am Freitagabend kurz nach 23.15 Uhr im Parkwohnstift Rosenau – einem Alten und Pflegeheim – in der Eichhornstraße wurden insgesamt neun Personen verletzt. Die meisten von ihnen erlitten Rauchgasvergiftungen.
Darunter befanden sich auch vier Polizisten und eine Pflegerin, die bei der Rettung der Bewohner giftige Rauchgase eingeatmet hatten, sowie das Ehepaar aus der Brandwohnung. Sieben Bewohner wurden stationär aufgenommen und zwei ambulant behandelt. Die meisten konnten am Samstag wieder nach Hause entlassen werden.
Einem Beamten des Polizeireviers gelang es in der Erstphase gerade noch rechtzeitig einen Bewohner der brennenden Wohnung aus den Räumen zu retten und in Sicherheit zu bringen. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, schlugen ihnen aus einem Fenster über einen Balkon hinweg helllodernde Flammen entgegen. Das Feuer war auf der Ostseite des Gebäudekomplexes im Schlafzimmer eines Zwei-Zimmer-Appartements im dritten Obergeschoss ausgebrochen. Polizei und Feuerwehr brachten mit Hilfe des Personals die Bewohner des betroffenen Flurs in Sicherheit. Benachbarte Flure wurden anschließend ebenfalls geräumt und die Bewohner im Foyer und in der Cafeteria betreut. Besondere Aufmerksamkeit mussten die Helfer auf die teilweise verwirrten Bewohner richten, die versuchten zurück in die gesperrten Bereiche zu gelangen.
Sowohl über die Drehleiter als über das Gebäudeinnere vorgehende Atemschutzträger löschten mit einem Rohr die Flammen rasch und verhinderten so eine Brandausbreitung. Dank der Rauchabschlüsse konnte der Qualm im Wesentlichen auf den direkt betroffenen Bereich beschränkt werden. Durch die Alarmierung der beiden Schnelleinsatzgruppen von Malteser Hilfsdienst (MHD) und Deutschem Roten Kreuz (DRK) stand schnell eine große Anzahl von Sanitätern und Transportfahrzeugen zur Verfügung.
Wegen eines Defekts an einem Heizkörper floss Wasser in angrenzende Räume. Mit Wassersaugern schafften es die Feuerwehrleute den hierdurch entstandenen Schaden in Grenzen zu halten.
Für die Bewohner, die derzeit nicht in ihre Zimmer zurückkehren können, fanden sich im Haus andere Unterbringungsmöglichkeiten. Sechs Appartements sind derzeit nicht bewohnbar. Im Einsatz waren rund ein Hundert Einsatzkräfte von Feuerwehr, MHD, DRK und Polizei sowie drei Notärzte. Während des Einsatzes war die Eichhornstraße bei der Rosenau gesperrt.
Die Höhe des Sachschadens kann die Polizei noch nicht beziffern, bezeichnet jedoch den Rauch- und Wasserschaden als umfangreich. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit jedoch nicht vor, teilt die Polizei in ihrer Pressemeldung mit. Die Beamten der Kriminalpolizei Konstanz halten nach bisherigem Kenntnisstand eine technische Brandursache beziehungsweise Fahrlässigkeit als wahrscheinlich. Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-05-03 17:38:19
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