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Berichte
25. Dezember 2005 – Brand in der Sperrholz-ZentraleFeuerwehrmann leicht verletzt – Sachschaden zwischen 300 000 und 400 000 EuroAm frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages kam es gegen 3 Uhr zu einem Brand in der Sperrholz-Zentrale in der Max-Stromeyer-Straße. Nach Schätzungen der Polizei entstand Sachschaden zwischen 300 000 und 400 000 Euro. Ein Feuerwehrmann verletzte sich am Auge und musste zur Untersuchung ins Klinikum gebracht werden.
Als die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr eintrafen, standen Teile des Lagers gegenüber des Stadtwerkegeländes in hellen Flammen. Das Feuer bedrohte ein angrenzendes Werkstatt- und Wohngebäude, so dass Einsatzleiter Bernd Oser neben einem umfassenden Löschangriff eine Riegelstellung aufbauen ließ. Die Bewohner der betroffenen Wohnung mussten aus Sicherheitsgründen das Haus verlassen.
Im Büro- und Lagergebäude kam es zu einer sehr starken Hitzeentwicklung. Die verwinkelte Bauweise im Inneren erschwerte den Zugang. Aus Sicherheitsgründen mussten die Einsatzkräfte vorerst auf einen Innenangriff verzichten und konnten nur von außen Löschwasser in das Gebäude spritzen. Erst nachdem die Durchzündung im Dachstuhl erfolgt und die Standfestigkeit des Baus sichergestellt war, konnten die Feuerwehrleute unter Schwerem Atemschutz dort eindringen.
Mit Wasser aus mehr als einem halben Dutzend Strahlrohren stellte sich bald ein Löscherfolg ein. Neben Versorgungsleitungen aus nahe gelegenen Hydranten verlegten die Feuerwehrleute über mehrere Hundert Meter Entfernung zwei Zuleitungen aus einem Hydranten am Neuwerk. Die Feuerwehrfrauen und -männer verschafften sich Zugang mit Hilfe einer Motorsäge und durch Einschlagen mehrerer Scheiben.
Durch die starke Hitzentwicklung im brennenden Dachstuhl des Büro- und Lagergebäudes kam es zu einem Schwelbrand in der Holzverkleidung des Giebels im Nebengebäude. Um die Schäden möglichst gering zu halten, forderte der Einsatzleiter die Wärmebildkamera der Feuerwehr Kreuzlingen an, um verdeckte Glutnester erkennen zu können. Die Feuerwehrleute entfernten gezielt Teile der Verkleidung und löschten die Glutnester aus dem Korb der Drehleiter mittels Schaum.
Die Polizei riegelte die Max-Stromeyer-Straße zwischen Gottmannplatz und Oberlohnstraße bis 8 Uhr für den Autoverkehr ab. Die Busse der Stadtwerke konnten jedoch ohne größere Behinderungen aus dem Betriebshof ausfahren und pünktlich ihren Linienverkehr aufnehmen. Oberbürgermeister Horst Frank radelte an die Einsatzstelle, um sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen.
Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen aufgenommen. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis gegen 8.30 Uhr. Im Laufe des Tages musste die Einsatzstelle von den hauptamtlichen Feuerwehrkräften mehrfach kontrolliert und einige Glutnester abgelöscht werden. Im Einsatz waren rund 50 Feuerwehrfrauen und -männer. Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes stand für Notfälle bereit. Zur Stromabschaltung forderte der Einsatzleiter den Bereitschaftsdienst des Elektrizitätswerkes an.
Am 21. Januar 1997 hatte es schon einmal in der Sperrholz-Zentrale gebrannt.
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