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Berichte
25. Oktober 2003 – Spontane Einladung in den GemeinderatUmbauarbeiten, Finanzkritiken und Zukunftspläne – Kameradschaftsabend der Freiwilligen FeuerwehrDer jüngste Tambourmajor, eine Einladung in den Gemeinderat und die feierliche Verabschiedung des Fördervereinsvorsitzenden: der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr im Saal des Zentrums für Psychiatrie Reichenau war nicht arm an Höhepunkten. Kritische Töne gab es zu verschärften Vorschriften und der angespannten Finanzlage von Kommandant Dieter Quintus und Oberbürgermeister Horst Frank.
"Wir wappnen uns für die Zukunft", in den letzten Jahren sei die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Kreuzlingen und Weinfelden sowie die Ausbildung verstärkt worden, sagte Quintus. Noch weniger Geld vom Land ab kommenden Jahr, verschärfte Prüfungs- und Ausbildungsvorschriften lassen weitere Herausforderungen erwarten. "Es ist noch nicht geklärt wie wir das schultern sollen", klagte der Kommandant. OB Horst Frank warf dem Land Versäumnisse vor; es werde verfahren nach dem Motto: "die Feuerwehren werden's schon machen". Es sei der Punkt erreicht, wo es heißen muss: "Jetzt ist Schluss!" Trotzdem setzen er und Quintus wie in der Vergangenheit auf intensive Gespräche innerhalb der Stadtverwaltung und auf Kreisebene. Der Oberbürgermeister versprach, bei Bedarf die Möglichkeit zu nutzen, im Haushalt außerplanmäßig einzugreifen. Beide zeigten sich erfreut darüber, dass in den letzten Jahren die wichtigen Neu- und Umbauten der Gerätehäuser ausgeführt worden sind.
Ehrungen
15 Jahre
Lars Chudzinski, Matthias Hartje, Markus König, Markus Nägele, Uwe Schildnitz, Thomas Schönenberger, Oliver Woll
25 Jahre
Jürgen Gensle, Martin Honsel, Hans-Peter Hummel, Bärbel Keller, Peter Kern, Werner Meßmer, Franz Moser, Gerhard Müller, Berthold Riedle, Burkhard Romer, Ulrich Wehner
40 Jahre
Peter Restle
Ehrennadel in Gold für 30 Jahre
im Spielmannszug, verliehen von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände e. V.: Rolf Beron
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Vom Land bekomme die Stadt zwei Millionen Euro weniger; die Kassenlage sei – wegen eines großen Unternehmens – noch relativ gut, so Frank. Der OB warb auch für das Konzerthaus, das ein weiteres Standbein schaffen würde, um nicht von einer einzigen Firma abhängig zu sein.
Die Feuerwehr sei zudem abhängig von Unterstützung durch Konstanzer Unternehmen, so dankte Dieter Quintus Werner Knöpfle, der als Inhaber eines ADAC-Abschleppdienstes Übungsfahrzeuge zur Verfügung stellt sowie Ralf Schieß (Kanal- und Rohrreinigung), der Radlader und andere Baugeräte bereitstellt.
Das im Frühjahr in Dienst gestellte neue Löschfahrzeug warte noch auf seine Feuertaufe, berichtete der Feuerwehr-Chef. Doch auch so habe es sich bisher im Übungsdienst und kleineren Einsätzen gezeigt, dass es sich bei der 320 000 Euro teuren mit neuester Technik ausgestatteten Investition um eine zukunftssichere Beschaffung handle, die auch eine umfassende Ausbildung erfordere. Das Vorgängerfahrzeug leistet inzwischen in Kroatien seinen Dienst.
Derzeit wird ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehrfrauen und -männer im Gerätehaus Schulthaißstraße Wirklichkeit: Der Umbau der Sozialräume nähert sich seinem Ende. Dieser falle umfassender aus, als es ursprünglich geplant worden sei, infomierte Quintus. Die dort beheimateten Feuerwehrleute investierten zudem viel ihrer eigenen Freizeit um die Elektroinstallation und den Einbau einer Treppe selbst auszuführen.
Den Kameradschaftsabend nahm Dieter Quintus zum Anlass, Alois Sieber, den Vorsitzenden der Fördervereins gebührend zu verabschieden. Sieber hatte aus gesundheitlichen Gründen um seine Entlassung gebeten. Er hatte seit der Gründung der Vereines im Jahr 1982 diesem vorgestanden. Mehrfach lang anhaltender Beifall zeigte, wie hoch die engagierte Arbeit des Fördervereinsvorsitzenden von den Feuerwehrleuten geschätzt wird. Dem Dank schloss sich auch OB Frank an, der diese Einrichtung für sehr wichtig hält: Durch sie es möglich schnell zu helfen, was auch der Motivation förderlich sei.
Für die musikalische Umrahmung sorgte das Musikkorps der Polizei unter der Leitung von Thomas Deggelmann. Einlagen gab es vom Spielmannszug und seiner Jungend. Der Auftritt der Spielmannszug-Jugend unter der Leitung des 14-jährigen Daniel Koch, dem jüngsten Tambourmajor in Baden-Württemberg, begeistere OB Horst Frank so, dass er die Kinder und Jugendlichen spontan in die nächste Gemeinderatssitzung einlud um dort aufzutreten. Daniel Koch ist auch stellvertretender Stabführer des Spielmannszuges, und darf seit dem Kameradschaftsabend Schulterklappen mit kurzen Fransen tragen. Bereits als 12-Jähriger hat Daniel Koch mit dem Dirigieren begonnen.
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Kommandant Dieter Quintus (links) mit den Feuerwehrangehörigen, die für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden. Peter Restle (rechts), geehrt für 40 Jahre aktiven Dienst, hält ein "B-Strahlrohr". Das Strahlrohr und die Schlauchleitung sind klassische Hilfsmittel der Feuerwehrfrauen und -männer. Bild: Aurelia Scherrer
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Seit 30 Jahren ist Rolf Beron (vorne rechts) im Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Kommandant Dieter Quintus überreicht ihm die Ehrennadel in Gold, verliehen von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände e. V. Bild: Aurelia Scherrer
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