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26. September 2005 – Aufwändiger Einsatz statt einfacher Melderalarm

Gemeinschaftsübung der Konstanzer und Kreuzlinger Feuerwehren und Sanitätsdienste

Was sich als Melderalarm ankündigte, entpuppte sich kurze Zeit später als aufwändiger Einsatz mit Menschenrettung, so die Annahme für eine Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz, der Feuerwehr Kreuzlingen und des Malteser Hilfsdienstes. Schauplatz war das Gebäude F 11 bei Altana Pharma in der Byk-Gulden-Straße.
Nach einer "Explosion" stürzten Treppen des siebenstöckigen Gebäudes – es wird derzeit leergeräumt und muss demnächst einem Neubau weichen – 16 Menschen wurden daraufhin vermisst und eine Etage war teilweise verraucht, was zwei Nebelgeräte besorgten. Der Einsatzleiter der Konstanzer Feuerwehr ließ Atemschutzgeräteträger ins Gebäude zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgehen. Teilweise mussten die Feuerwehrleute über die Drehleiter in obere Geschosse einsteigen. Zur Verstärkung forderte er die Feuerwehr Kreuzlingen mit ihrer Drehleiter an.
Für die zu erwartende große Anzahl an "Verletzten" ließ der Einsatzleiter den Malteser Hilfsdienst (MHD) alarmieren, der von der mit den Kreuzlinger Feuerwehr anrückenden Sanität unterstützt wurde. Beide richteten eine gemeinsame Verletztensammelstelle (die Schweizer sagen hierzu "Verwundetennest") ein. Auch zwei Ärzte nahmen teil.
In dem weitläufigen Gebäude mit den vielen Zimmern gestaltete sich die Suche nach den "Opfern" langwierig. Über tragbare Leitern bauten die Feuerwehrleute weitere Zugänge ins Gebäude auf. Mit einem Hochleistungslüfter bliesen sie den Rauch aus dem Haus.
Michael Norgauer, Katastrophenschutz-Referent des MHD, zeigte sich mit der Zusammenarbeit der beiden Sanitätsorganisationen sehr zufrieden. Sein Übungsschwerpunkt, eine übersichtliche Gliederung aufzubauen und diese einzuhalten, habe erfolgreich umgesetzt werden können, sagte nach der Übung.
Werner Ilg – der Kommandant der Kreuzlinger Feuerwehr war als Beobachter dabei – hätte gerne eine gemeinsam genutzte Atemschutzstelle gehabt, da beide Feuerwehren über ähnliche Geräte verfügen. Aber schließlich seien Übungen zum Aufdecken von Schwachstellen da, erklärte Ilg, zudem sei die Übung sehr lehrreich und interessant gewesen.
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