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Berichte

27. Juli 2005 – Motorboot prallte auf das Seezeichen 4

Bootsunfall forderte zwei Verletzte – Gesunkenes Wrack noch in der Nacht geborgen

Ein Bootsunfalls im Konstanzer Trichter forderte am frühen Mittwochmorgen gegen 1.20 Uhr zwei Verletzte. Da Kraftstoff aus dem gesunkenen Wrack austrat, mussten Freiwillige Feuerwehr und Rettungstaucher noch in der Nacht das Boot bergen. Nach Polizeiangaben dürfte Totalschaden in Höhe von rund 20 000 Euro entstanden sein.
Zwei alkoholisierte Männer im Alter von 39 und 40 Jahren hatten ein schnelles kleines Rennboot, das üblicherweise zum Ziehen von Wasserskiläufern verwendet wird, offensichtlich gegen das Seezeichen gesteuert. Dabei wurde rund ein Drittel des Bugs weggerissen und das Boot sank. Zeugen riefen daraufhin über Notruf die Polizei und berichteten, dass rund 400 Meter vom Kreuzlinger Ufer entfernt eine Explosion zu hören und dann plötzlich alles ruhig gewesen wäre.
Sofort wurden Wasserschutzpolizei, Schweizer Seepolizei, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Feuerwehr alarmiert, um am deutschen und Schweizer Ufer nach der Besatzung zu suchen. Schließlich konnte eine verletzte Person im Wasser ausgemacht und eine zweite entdeckt werden, die sich ans Ufer schleppte. Beide wurden anschließend ins Klinikum gebracht. Die Polizei veranlasste eine Blutprobe.
Da Treibstoff in den See lief, legt die Ölwehr eine schwimmende Ölsperre beim Wrack aus, um eine weitere Ausbreitung der Verschmutzung zu verhindern. Anschließend befestigten DLRG-Rettungstaucher mehrere Bergegurte am Rumpf, so dass er mit der Spill-Seilwinde des Feuerlöschboots (FLB) aus dem Wasser gehoben werden konnte. Das FLB schleppte das Wrack anschließend in den Konstanzer Hafen wo es mittels des Kranes eine Feuerwehrfahrzeugs auf einer Trailer gehievt wurde.
Nach Polizeiangaben verhielten sich die beiden Verunfallten unkooperativ und beschuldigten sich gegenseitig, das Boot gesteuert zu haben. Untersuchungen eines Kriminaltechnikers soll klären, wer zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen hatte. Der Verantwortliche muss mit einer Strafanzeige und möglicherweise mit dem Entzug von Bootspatent und Führerschein rechnen. Wenig einsichtig zeigten sich die Männer, als die Polizei die Zahl der Insassen erfahren wollte. Erst auf drängen von Familienangehörigen teilten sie mit, dass sich weiter niemand an Bord befunden hatte, so dass auf weitere Suchaktionen verzichtet werden konnte.
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