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Berichte

27. Juni 2005 – 14-Jährige ertrank beim Baden

Ältere Schwester von Frau gerettet

Am Montagnachmittag ertrank im rund 22 Grad warmen Bodensee gegen 15.30 Uhr eine 14 Jahre alte Schülerin. Die 14-Jährige war zusammen mit ihrer älteren Schwester etwa 50 Meter abseits vom Konstanzer Yachthafen beim Baden.
Beide Mädchen befanden sich rund 30 Meter vom Ufer entfernt als die Jüngere aus unbekannten Gründen unterging. Eine Frau vernahm Hilferufe und schwamm zu den Mädchen. Es gelang ihr jedoch nur das ältere Mädchen ans sichere Ufer zu retten. Die ersten alarmierten Hilfskräfte waren gegen 15.40 Uhr an der Unglücksstelle. Ein Polizist schnappte sich eines der herumliegenden Boote und paddelte zu der Stelle, wo das Mädchen zuletzt gesehen worden war. Da das Wasser dort recht trübe war, konnte er jedoch nichts entdecken.
Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bildeten unter Wasser eine Suchkette. Die Suche wurde durch die Trübung im Wasser erschwert. Schräg unter Wasser aufragende Pfähle behinderten die Suche zusätzlich. Der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen suchte aus der Luft. Knapp eine halbe Stunde nach Alarmierung entdeckten die Taucher in etwa zweieinhalb Meter Tiefe das Mädchen leblos auf dem Grund zwischen Schlingpflanzen liegend. An Land begannen Notarzt und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes sofort mit der Wiederbelebung. Diese Versuche mussten schließlich erfolglos eingestellt werden.
Die Mutter der Mädchen war von zuhause geholt worden. Da sie und ihre Tochter einen Schock erlitten, wurden sie ins Konstanzer Klinikum gebracht. Dort betreute sie ein Notfallseelsorger. Die Ursache, warum das Mädchen unterging, ist nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und befragte Zeugen.
Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz und die DLRG Konstanz pflegen seit vielen Jahren eine intensive Partnerschaft. So stellt die Feuerwehr das Fahrzeug für die Wasserrettung und die DLRG dessen Ausstattung mit Tauchanzügen, -geräten und dergleichen mehr.

Nachbericht: Mädchen konnte nicht schwimmen

Nach dem Ertrinkungstod einer 14-jährigen Schülerin am Montagnachmittag beim Konstanzer Yachthafen steht die Vernehmung ihrer unter Schock stehenden Schwester noch aus. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei (Wapo) konnten offensichtlich beide nicht oder nicht gut schwimmen. Als das Wasser tiefer wurde, so dass sie nicht mehr stehen konnte, versuchte wohl die Jüngere sich an der zwei Jahre älteren Schwester festzuhalten. Möglicherweise verließen sie die Kräfte oder es kam zu panischen Reaktionen, weshalb die 14-Jährige unterging und ertrank.
Rätselraten herrschte lange Zeit darüber, warum nicht mehr Badende den in Not geratenen Mädchen zu Hilfe eilten. Die Hilferufe dürften wahrscheinlich nur sehr zaghaft oder sehr leise gewesen sein, vermutet Hubert Trenkle, Leiter der Wapo in Konstanz, so dass den am Ufer Liegenden kein Vorwurf zu machen sei. Die Wapo erhofft sich durch Vernehmungen der überlebenden Schwester in den nächsten Tagen weitere Erkenntnisse über den Unglückshergang.
Das Mädchen war am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr ertrunken. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen der Rettungs- und Hilfsorganisationen konnte das Mädchen nach rund einer halben Stunde nur noch tot aus dem an dieser Stelle rund zweieinhalb Meter tiefen Wasser geborgen werden. Wiederbelebungsversuche von Notarzt und Rettungsdienst waren leider erfolglos geblieben.
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