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Berichte
27. März 2009 – Jugendfeuerwehren im Landkreis sind sehr aktivMitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes – Fortbildung für AtemschutzgeräteträgerDie Jugendfeuerwehren im Landkreis bieten für den Feuerwehrnachwuchs ein attraktives und abwechslungsreiches Ausbildungs- und Freizeitprogramm. Dies berichtete Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Löffel an der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Thingolt-Halle in Konstanz-Dingelsdorf.
Die Mädchen und Jungen der 22 Jugendfeuerwehren im Landkreis trafen sich zum Zeltlager in Mühlingen-Hecheln und beim Sternmarsch in Wangen sowie beim Landesjugendfeuerwehrtag in Ravensburg und Weingarten und dem Wissensnachweis „Jugendflamme“ in Radolfzell-Markelfingen. Zusammen haben sie 784 (in der Gesamtstatistik stehen seltsamerweise 804) Mitglieder, 186 davon sind Mädchen. In den letzten drei Jahren hat die Gesamtzahl leicht zugenommen, freute sich Löffel. Leider gebe es mehr Austritte aus den Nachwuchsorganisationen als Eintritte in die aktive Wehr, bedauerte er. „Wir könnten weiter zulegen, wenn die Gemeinden Gottmadingen und Hilzingen auch endlich eine Jugendfeuerwehr gründen würden“, rief Löffel die Verantwortlichen zum Handeln auf.
Die mit Abstand größte Aufgabe, die sich der Verband im Jahr 2008 gestellt hatte, war der Fortbildungsbeginn an einer Mobilen Übungsanlage für Brandbekämpfung (MÜB). Diese stellt das Energieversorgungsunternehmen EnBW unentgeltlich zur Verfügung. Die Ausbilder werden von den Feuerwehren des Landkreises gestellt. Die Nutzung sei kostenlos und lediglich das Verbrauchsmaterial zu bezahlen, erklärte der Vorsitzende. Nachdem die Ausbildungsvorschriften für Atemschutzgeräteträger im Jahr 2004 deutlich verschärft worden waren, muss jeder von ihnen jährlich eine entsprechende Einsatztätigkeit oder eine Einsatzübung nachweisen. Die gasbetriebenen MÜB bieten zudem eine realitätsnahe Darstellung mit echtem Feuer, Hitze, Lärm und steuerbaren Überraschungseffekten an. 876 Feuerwehrfrauen und -männer sammelten so wertvolle Erfahrungen für den Einsatz. 330 Atemschutzgeräteträger erhielten eine ergänzende Fortbildung. Verantwortlich für die Organisation dieser Aktivitäten ist Stefan Kienzler, der Fachgebietsleiter Ausbildung und zugleich Stellvertretender Vorsitzender ist.
Zündstoff für die Mitgliederversammlung hätte es geben. Denn es gab wohl eine buchungstechnische Ungereimtheit. Und damit normalerweise ein klarer Grund für ein Misstrauensvotum, gerichtet an den Vorsitzenden und den Kassierer.
Helmut Richter, eben jener Vorsitzende, bekannte vor der Abstimmung: „Es wäre in Ordnung gewesen, wenn Vorstand und Kassierer nicht entlastet worden wären“. „Das Problem konnte erst kurz vor der Versammlung geklärt werden“, verkündete er. Nachdem die Delegierten weder an ihn, den Kassier Wolfgang Veit oder die Rechnungsprüfer Elias Wagner oder Karlheinz Schumi irgendwelche Fragen über Art und Höhe der betreffenden Buchung gegeben hatte, konnte er der Entlastung beruhigt entgegensehen. Diese erteilten die abgeordneten Feuerwehrfrauen und -männer einstimmig und ohne Enthaltungen; eine Quote, von der jeder Bankmanager träumt.
Statistik 2008
5 203 Feuerwehrangehörige gibt es im Landkreis. Davon sind 3 185 Aktive der Freiwilligen Feuerwehren, 298 Aktive in Werkfeuerwehren, 804 Jugendfeuerwehrangehörige und 916 Angehörige in den Altersabteilungen. Bei 2 389 Einsätzen (davon 984 technische Hilfen und 550 Brände) wurden 261 Personen gerettet und 43 Tote geborgen. (nea)
Autor: nea – Letzte Änderung: 2009-04-01 00:54:31
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