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Berichte
28. April 2003 – Kinderzimmer ausgebranntVierköpfiger Familie gelang rechtzeitig die Flucht
Am Morgen kurz vor 4 Uhr brannte in einem Hochhaus im Buhlenweg ein Kinderzimmer vollständig aus. Zwei 6 und 8 Jahre alte Mädchen waren in dem Zimmer einer Wohnung im vierten Obergeschoss gerade noch rechtzeitig wach geworden und hatten Ihre Mutter und ihren älteren Bruder geweckt. Die Familie verließ daraufhin die Wohnung; zuvor hatte sie geistesgegenwärtig die Türe zum Kinderzimmer geschlossen.
Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, trat Rauch aus einem Fenster auf der Gebäuderückseite aus und es war Flammenschein zu erkennen. Da die Feuerwehrleute wussten, dass sich niemand mehr in dem Brandzimmer aufhielt, ließen sie die Türe solange geschlossen, bis der Hochleistungslüfter in Stellung gebracht war und die Atemschutzträger "Wasser am Strahlrohr" hatten. Mittels Lüfter konnten die heißen und giftigen Rauchschwaden durch das offene Fenster geblasen werden. Diese Taktik erwies sich als so erfolgreich, dass der Rest der Wohnung weiterhin bewohnbar bleibt.
Nach einer knappen halben Stunde hatten die Feuerwehrleute sämtliche Flammen gelöscht. Die zwei Mädchen waren zwischenzeitlich bei einem Nachbarn untergekommen und von einem Notarzt untersucht worden. Die Mädchen hatten Glück gehabt, dass sie rechtzeitig erwachten. In den meisten Fällen jedoch erwachen Brandopfer nicht oder nicht mehr rechtzeitig. Daher empfiehlt die Feuerwehr die Installation von Haushaltsrauchmeldern, die in der Lage sind Rauch frühzeitig zu erkennen.
Die Kriminalpolizei ermittelte als Brandursache eine Halogentischlampe die im oberen Bett des Stockbettes gestanden oder gelegen hatte. Die Lampe muss nach Erkenntnissen der Polizei angeschaltet gewesen sein und durch ihre Wärmestrahlung das Bettzeug entzündet haben. Die Schadenshöhe wird von der Polizei auf 15 000 Euro geschätzt. Der Lebensgefährte der Mutter hatte etwa eine Woche zuvor das Mädchenzimmer renoviert.
Kinderzimmer ausgebrannt
Buhlenweg: Sechs- und Achtjährige retten sich aus qualmenden Bett
( rin) In einem Hochhaus am Buhlenweg ist gestern gegen 4 Uhr ein Kinderzimmer in Flammen aufgegangen. Wahrscheinlich hatte eine Leselampe das Kopfkissen eines Stockbetts in Brand gesetzt, in dem ein acht und sechs Jahre altes Mädchen schliefen. Wie durch ein Wunder retteten sich die beiden Schwestern, ihr 13 Jahre alter Bruder und die 41 Jahre alte Mutter unverletzt aus der Brandwohnung. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 15000 Euro.
Im ausgebrannten Zimmer steht das verkohlte Gerippe des Stockbetts wie ein Mahnmal. An ihm wird deutlich, wie knapp die beiden Mädchen einem größeren Unglück entkommen sein müssen.
Das Bettzeug qualmte schon, als die beiden Kinder erwachten, berichtet die Familie aus der Brandwohnung. Sie vermutet, dass die Halogenlampe der Achtjährigen, die oben im Etagenbett schlief, ein Kopfkissen in Brand gesetzt hatte. Eine lebensgefährliche Lage. Rauchgas hätte den beiden Kindern die Sinne rauben können.
Die Mädchen hätten sie geweckt und als sie ins Kinderzimmer blickte, sei das Bett schon in Flammen gestanden, sagt die Mutter. Geistesgegenwärtig schloss sie die Türe zum Brandraum, bevor sie die Feuerwehr alarmierte und mit ihren Kindern aus der Wohnung floh.
Die Feuerwehr hatte nun die Möglichkeit, eine Löschtaktik anzuwenden, mit der sie ein weiteres Ausbreiten des Rauchs in der Wohnung und im Haus verhinderte. Einsatzkräfte öffneten die Türe zum Kinderzimmer erst, nachdem sie einen Hochleistungslüfter in Position gebracht hatten. Dieser blies die heißen und giftigen Rauchschwaden zum Fenster hinaus, schließlich gingen Feuerwehrkräfte mit Atemschutz und Wasserstrahlen gegen die Flammen vor.
Die Löschtaktik ging auf: Ausgenommen der direkt betroffenen Familie musste kein Bewohner das Gebäude verlassen. Die Einrichtung des Brandzimmers ist zwar komplett zerstört, die restlichen Räume der Wohnung wurden aber nur schwach verqualmt. Die Familie kann sie voraussichtlich bald wieder beziehen.
Bis die polizeilichen Untersuchungen abgeschlossen sind, will die Mutter mit ihren Kindern bei Verwandten unter kommen. Ein Feuerwehrmann, der im Haus wohnt, nahm die Mädchen in der Brandnacht vorübergehend bei sich auf. Etwa eine Stunde nach Ausbruch des Feuers konnte er den Kindern, die vorsorglich von einem Notarzt untersucht worden waren, wenigstens eine gute Nachricht überbringen: Auch die beiden Katzen der Familie hatten den Brand unbeschadet überstanden. Eine galt zunächst als vermisst, hatte sich aber nur auf einem Küchenschrank verkrochen. Als man das Tier fand, zitterte es, war aber ebenso unverletzt wie die andere Katze.
Kritik übte Einsatzleiter Klaus Koch an der Beschilderung der Häuser im Buhlenweg. Die Nummer des nach hinten gesetzten Gebäudes sei von der Straße nicht zu erkennen gewesen, die Anfahrt der Retter dadurch verzögert worden.
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