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Berichte
29. Juli 2006 – 14-Jähriger steuerte in den TodZwei Jugendliche starben bei Verkehrsunfall – Ein Insasse wurde schwer verletztZwei 14- und 17-jährige Jugendliche starben in der Nacht auf Samstag bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 220 zwischen Konstanz-Wollmatingen und -Dettingen. Ein weiterer 17-jähriger Insasse wurde schwer verletzt ins Klinikum eingeliefert. Das Auto der Jugendlichen war mit dem Dach voraus auf einen Baum geprallt.
Nach den ersten Ermittlungen von Polizei und Sachverständigem der Dekra, war gegen 3.15 Uhr der Opel Meriva mit den drei Teenagern von Dettingen kommend in der letzten Rechtskurve vor dem Kreisel bei Wollmatingen auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort streifte das Heck leicht die Leitplanke. Das übersteuerte Auto rutschte nach rechts über die Fahrbahn und eine leichte Böschung hinauf. Dort prallte es auf zwei stabile Bäume. Das Dach wurde von einem Stamm zwischen A- und B-Holmen – also über den Vordersitzen – tief eingedrückt. Alle drei Insassen wurden dadurch eingeklemmt.
Ein tiefer Kratzer im Straßenbelag zeugt von der Kraft, die gewirkt hatte. Die Furche war durch die Alufelge des rechten Hinterrades entstanden. Dabei war auch ein Stück der Felgenkante abgebrochen.
Ein an der Unfallstelle vorbeikommender Autofahrer alarmierte die Rettungskräfte. Aus Konstanz und Radolfzell eilten zwei Notärzte und drei Rettungswagenteams an die Unfallstelle. Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz rückte unter anderem mit einem Rüstwagen und einem Löschfahrzeug an. Da das Auto auf der linken Seite eng an einem Baum lag, gestalteten sich die Rettungsarbeiten schwierig. Ein Zugang schafften die Feuerwehrleute mittels hydraulischer Rettungsgeräte über die Heckklappe des Mini-Vans. Mit dem Lichtmast des Rüstwagens leuchtete die Feuerwehr die Unfallstelle aus.
Nach Polizeiangaben war der 14-Jährige wohl sofort tot, der 17-jährige Beifahrer verstarb noch während der Rettungsmaßnahmen an der Unfallstelle. Der auf der Rücksitzbank sitzende Verletzte konnte erfolgreich von den Feuerwehrleuten befreit und der Notärztin und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Die Straße war auf dem Teilstück zwischen Kreisel und Dettingen für rund drei Stunden gesperrt. Alle drei Jungen waren angeschnallt. Bei dem Auto handelte es sich um das Fahrzeug der Eltern des 14-jährigen Fahrers. Wahrscheinlich sei überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache, so der Dekra-Sachverständige nach einem ersten Augenschein. Eine Fremdeinwirkung konnten Polizei und Sachverständiger nicht feststellen. Auf der trockenen Fahrbahn bestand im Unfallbereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometer pro Stunde, diese dürfte nach ersten Erkenntnissen deutlich überschritten worden sein, teilte die Polizei mit.
Wann der 14-Jährige den Fahrzeugschlüssel des elterlichen Wagens an sich genommen hat, welche Beweggründe für die Fahrt vorlagen und welche Fahrtstrecke vor dem Unfall bereits zurückgelegt wurde, ist nach Polizeiangaben derzeit noch nicht geklärt. Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 20 000 Euro.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2006-07-30 12:56:18
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