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Berichte

29. Oktober 2008 – Erste Schneebrüche in dieser Wintersaison

File-id: 5931
Foto: Lars Heilmann (29. Oktober 2008)
Am Mittwochabend fiel der erste Schnee in diesem Winter. Viele Bäume und Äste hielten der schweren, nassen Last nicht stand und stürzten um oder brachen ab. Zu den ersten zwei Feuerwehreinsätzen aufgrund Schneebruchs kam es gegen 22.15 Uhr auf der L 219 zwischen Egg und Litzelstetten. Diese Straße bildet die Hauptzufahrt zur Insel Mainau.
Etwa eine Stunde später stürzten mehre Bäume auf der Universitäts- und der Schwaketenstraße auf die Fahrbahn. Kurzeitig war von der Behinderung auch ein Linienbus der Stadtwerke betroffen, der jedoch wenig später seine Fahrt fortsetzen konnte. Da sich durch die Schneelasten etliche Bäume bedenklich in Richtung Fahrbahn neigten, wurden die Verbindungen zur Universität zwischen Danziger Straße und Buhlenweg auch Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt.
Zwischen der Ampelkreuzung beim Ortsausgang Wollmatingen und Dettingen wurden weitere Behinderungen durch Bäume von den Feuerwehrleuten beseitigt. Die letzten Einsatzfahrzeuge rückten kurz nach 1.45 Uhr wieder ein. Allerdings hatten die beiden hauptamtlichen Feuerwehrleute keine ruhige Nacht, da sie immer wieder dorthin zur Beseitigung von Schneebruch ausrücken mussten.
Am frühen Morgen gab es wieder eine größere Zahl umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste, zu deren Beseitigung ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr hinzu alarmiert wurden. Kurz nach 8 Uhr begannen die Feuerwehrleute mit dem Freiräumen der Zufahrt zur Universität an der Universitätsstraße, um eine Fahrspur als Rettungszufahrt frei zu haben. Mitarbeiter des Forstamtes übernehmen die gleiche Aufgabe für die Schwaketenstraße. Die beiden Straßen bleiben für den Verkehr bis auf weiteres gesperrt, da nach wie vor mit Gefährdungen durch Schneebruch zu rechnen ist. (Stand 11 Uhr). „Dort sieht es aus, wie nach dem Orkan Lothar“, sagte ein Feuerwehrmann. Die Buslinien enden an der Danziger Straße. Studenten und Uni-Mitarbeiter müssen solange zu Fuß durch den Hockgraben an die Uni laufen.

Kreisforstamt informiert über bestehende Sicherheitsrisiken

Der frühzeitige Wintereinbruch hat nach ersten Einschätzungen des Kreisforstamtes im Landratsamt Konstanz den Landkreis in den Waldungen überraschend und hart getroffen. So sind in den Hochlagen um Engen, Tengen, jedoch auch im Stockacher Hinterland bei leichten Minustemperaturen bis zu 20 cm Nassschnee zu verzeichnen. Zahlreiche Bäume, vor allem Laubbäume, deren Blätter noch hängen, sind gebogen, abgebrochen oder drohen unter der Schneelast in den nächsten Stunden abzubrechen. Viele öffentliche Straßen, Elektroleitungen und Bahnlinien sind betroffen.
Das Kreisforstamt weist daher die Bevölkerung darauf hin, dass die Wälder im Landkreis Konstanz aus Sicherheitsgründen derzeit nicht begeh- oder befahrbar sind. Es besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko, vor allem durch abbrechende Äste. Das Kreisforstamt warnt dringend vor diesen Gefahren und bittet die Bevölkerung, die Wälder auch in den nächsten Tagen zu meiden. Alle Waldarbeiter sind derzeit im Einsatz, um mit höchster Priorität zunächst die öffentlichen Verbindungen wieder zugänglich zu machen. Die Aufräumarbeiten in den Wäldern beziehungsweise die Räumung der Waldwege werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2008-11-01 00:58:17

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