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Berichte
31. Dezember 2003 – Für den Fall der FälleSilvester: Für die einen eine Riesen-Fete, für die anderen ein beinahe alltäglicher Arbeitstag( as) Silvester ist für die meisten Menschen ein besonderer Festtag, denn mit Partylaune wird das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr willkommen geheißen. Doch gibt es auch viele, die an diesem Tag auf Festivitäten verzichten und stattdessen arbeiten. Und dies nicht zuletzt im Dienste des Nächsten.
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Dieter Uecker arbeitet an Silvester in der Zentrale der Feuerwache in der Steinstraße.
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"Gestiefelt und gespornt" (v.l.): Thomas Riehle, Helge Hamann und Dieter Uecker arbeiteten von Silvester bis zum Neujahrsmorgen. Fotos: Aurelia Scherrer
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In der Feuerwache in der Steinstraße taten in der Silvesternacht die Hauptamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst. Von 7 Uhr morgens des letzten Tages des alten Jahres bis um 8 Uhr am Neujahrsmorgen hielten Dieter Uecker, Helge Hamann und Thomas Riehle die Stellung. Ihnen machte es nichts aus, auf eine Party zu verzichten. "Sonst hätte ich den Beruf nicht wählen dürfen", konstatierte Uecker, der bereits seit sechs Jahren zu den hauptamtlichen Kräften zählt und an diesem Abend als Zentralist eingesetzt war. "Es ist ein Tag wie jeder andere, nur dass wir mit einem verstärkten Notrufaufkommen rechnen."
Doch am frühen Silvesterabend herrschte noch Ruhe in der Feuerwache. Dafür hatten die drei Herren schon Besuch vom Leiter des Personalamtes. "Er kommt immer an Heiligabend und an Silvester bei uns vorbei", überbringt Glückwünsche und für jeden ein Präsent, das ist eine liebgewordene Tradition, die bei den Feuerwehrleuten hoch geschätzt wird, berichtete Thomas Riehle. Auch wenn es im Prinzip ein ganz normaler Arbeitstag war, hatten sich die drei Feuerwehrmänner doch etwas Besonderes einfallen lassen. Sie gönnten sich ein gemeinsames Abendessen in Form eines Raclette. Bei der Feuerwehr gibt es eine weitere Tradition: Wenn nicht gerade ein Einsatz läuft, dann wird nach Mitternacht zum Telefon gegriffen, um anderen Dienststellen, wie Polizei und Rettungsdienst, ein gutes Neues zu wünschen.
Nach 19 Uhr saß Rettungsassistent Florian Bernet noch im Büro des Malteser Hilfsdienstes in der Friedrichstraße. Eigentlich hätte er schon Dienstschluss gehabt, aber er hatte noch "Papierkram" zu erledigen. Anschließend ging es nicht auf eine Fete. Bernet hatte Rufbereitschaft bis zum Neujahrsmorgen um 8 Uhr, an den sich gleich der normale Dienst anschloss. So besuchte er seinen Kollegen Dominik Steck, der in nächster Nähe zur Friedrichsstraße wohnt. Dies fand Florian Bernet recht praktisch, denn wenn der Funkmeldeempfänger alarmieren würde, wären sie schnell bei ihrem bereitstehenden Rettungswagen. "Die Rufbereitschaft hat sich über Jahre bewährt", so Bernet. Wenn alle Fahrzeuge des DRK im Einsatz sind, wird der Malteser Hilfsdienst angefordert.
Der Partyverzicht macht Florian Bernet nichts aus. Ihm bereitet die Arbeit Freude, denn "man kann den Menschen helfen und die Malteser sind ein netter Haufen; ich habe sehr nette Arbeitskollegen". Die findet er nicht nur beim Malteser Hilfsdienst, denn am Silvesterabend besuchten Bernet und Steck auch die Kollegen beim DRK.
Auch auf der Allmannshöhe in der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) wurde gearbeitet. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Ein wichtiger Arbeitsbereich ist das Bearbeiten und Aufklären von elektromagnetischen Unverträglichkeiten, insbesondere Funkstörungen aller Art. Gerade im Bereich Prüf- und Messdienst ist die Außenstelle Konstanz wegen des geleisteten Nacht- und Wochenenddienstes äußerst wichtig. Sieben Standorte in Deutschland verfügen über einen Prüf- und Messdienst, von denen nur drei Nacht- und Wochenenddienste leisten. "Funkstörungen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben höchste Priorität", erläuterte Roland Effinger, der am Silvesterabend Dienst tat.
"Störungen sind nicht vorhersehbar", stellte Effinger fest. Jeder Tag stecke voller Überraschungen. Für die Mitarbeiter der RegTP gelte es, auftretende Störungen zu orten, eine Interimslösung zu finden und die Störung rasch zu beheben, um einen reibungslosen Funkverkehr zu gewährleisten. Mit Hilfe fernbedienbarer Messgeräte "können wir schon mal sehen, was auf der Frequenz los ist". Mit viel Geduld und Beharrlichkeit und beinahe detektivischem Gespür werde der Ursache auf den Grund gegangen und das Problem, zum Teil direkt vor Ort, gelöst. Normalerweise ist die RegTP-Aussenstelle Konstanz für Baden-Württemberg zuständig. "An Feiertagen wie auch an Silvester sind wir unter anderem zusätzlich für Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie die neuen Bundesländer mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern zuständig", so Effinger.
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