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Berichte
01. April 2007 – Schwerverletzte nach wilder RasereiUnfall auf der B 33: Rettungshubschrauber fliegen zwei Verletzte in Kliniken – Rücksichtslose Fahrweise – Ein Verletzer HIV-positivDrei Personen sind Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der B 33 schwer verletzt worden. Rettungshubschrauber brachten zwei Männer in Kliniken nach Ravensburg und Singen. Der Unfall geschah kurz nach 15 Uhr beim Ortseingang von Konstanz. Der Sachschaden beträgt nach Polizeiangaben rund 25 000 Euro.
Einer der Verletzten ist HIV-positiv. Die Polizei appelliert nachdrücklich an alle Ersthelfer, sich zu melden (Tel. 07531 / 995-0). Es besteht bei Blutkontakt Ansteckungsgefahr! Eine Vielzahl von Helfern befand sich gestern Abend nach Aussage von Polizeisprecher Thorsten Kölling bereits in Akuttherapie.
Der 50-jährige Unfallverursacher war schon am Ende der vierspurigen B 33 kurz vor Allensbach Autofahrern aufgefallen. Einer von ihnen hatte daraufhin die Polizei verständigt. Auf der Strecke, auf der eine Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde gilt, hatte er waghalsig überholt. Genauso rüpelhaft muss er seine Fahrt in Richtung Konstanz fortgesetzt haben: Laut Zeugenaussagen hatte er auch an der Kindlebild-Kreuzung verkehrswidrig links auf der Gegenfahrbahn überholt – vorbei an zwei Reihen stehender Fahrzeuge.
Seine Fahrt setzte er nach Polizeiangaben rücksichtslos überholend fort. Direkt am Stadteingang kam es dann zum folgenschweren Aufprall: An der Engstelle, am Beginn der Verkehrsinsel, rammte der Mann mit seinem Wagen mit Wucht einen vorausfahrenden Opel. Dieser schleuderte nach rechts über den Rad- und Fußweg – glücklicherweise war niemand im Weg – und prallte mit der Fahrerseite auf zwei Bäume. Von dort schleuderte das Auto zurück und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Der Wagen des 50-Jährigen mit seiner zerstörten Vorderseite fuhr noch rund 50 Meter weit, bevor er am Mittelstreifen zum Stehen kam.
Ersthelfer befreiten den Beifahrer aus dem Opel. Ein zufällig anwesender Rettungsassistent übernahm die Betreuung des Fahrers. Diesen und den Unfallverursacher befreite die Freiwillige Feuerwehr Konstanz mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte. In drei Rettungswagen von Deutschem Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst versorgten Notärzte und Rettungssanitäter die Verletzten.
Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht aus Friedrichshafen und Villingen-Schwenningen brachten schließlich zwei der Verletzten nach Ravensburg und Singen in dortige Kliniken. Der Fahrer des Opels kam ins Konstanzer Klinikum.
Eine Meldung, wonach ein Auto brennen sollte, bestätigte sich nach Feuerwehrangaben nicht. Es habe sich lediglich um dampfendes Kühlwasser gehandelt, so Einsatzleiter Bernd Oser. Die Feuerwehr sicherte auch einen Kanaleinlauf, so dass keine auslaufenden Betriebsstoffe dorthin gelangen konnten.
Die Polizei leitete den Verkehr über die Byk-Gulden-Straße um. Die Staatsanwaltschaft Konstanz ordnete eine Rekonstruktion des Unfallgeschehens an und hat hierfür einen Sachverständigen angefordert. Zudem ließ sie dem Unfallverursacher eine Blutprobe entnehmen. Die Polizei hob die Sperrung des Straßenabschnittes kurz vor 21.30 Uhr auf. Zuvor hatte die Feuerwehr die verschmutzte Straße gereinigt. Die Polizei bittet weitere Geschädigte oder Zeugen, sich beim Konstanzer Revier zu melden unter Telefon 07531 / 995-0.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2007-04-11 09:12:28
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