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Berichte
18. März 2009 – Feuerwehrleute bewältigten kritische Einsätze erfolgreichHauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr – Lob vom Oberbürgermeister | Oberbürgermeister Horst Frank. | | Foto: nea (18. März 2009) |
 | Feuerwehrkommandant Dieter Quintus. | | Foto: nea (18. März 2009) |
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Die Gesamtzahl aller Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2008 ist weit weg von einem Rekord. Einen Rekordbetrag muss jedoch der Versicherer nach dem Brand im OP-Trakt des Klinikums aufbringen: Mit 32 Millionen Euro ist das der größte Schadensfall in seiner Geschichte.
„Sie hatten mehrere potentiell gefährliche Einsätze“, stellte Oberbürgermeister Horst Frank in seiner Ansprache an der Feuerwehr-Hauptversammlung im großen Saal der Feuerwache fest. „Sie haben Schlimmeres verhütet. Ich bin stolz auf Sie“, lobte er die Feuerwehrfrauen und -männer. Der OB bezog sich dabei im Wesentlichen auf die drei aufwendigen und kritischen Einsätze in Einrichtungen für ältere oder kranke Menschen: im Altenwohnstift Rosenau, im Klinikum und im Pflegeheim Talgarten, die mit vergleichsweise geringen Verletzungen für Betroffene und Feuerwehrleute glimpflich abliefen.
1023 Einsätze (2007: 1189) hatten die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte durchzuführen, berichtete Kommandant Dieter Quintus. Bei Brandeinsätzen retteten die 287 (284) Feuerwehrleute 64 (18) Menschen. Bei Technischen Hilfeleistungen gab es 25 (19) Tote. In der Regel handelt es sich dabei um Menschen, die bei Türnotöffnungen tot vorgefunden wurden. „Ich finde diese hohe Zahl und die damit einhergehende Anonymität für eine Stadt wie Konstanz sehr bedenklich“, sagte Dieter Quintus.
Mit 59 Jugendlichen (51) ist die Jugendfeuerwehr wieder recht gut aufgestellt. Deren Leiter Jens Jurkschat ist optimistisch, diese Zahl in den nächsten Jahren stabilisieren zu können. Der Spielmannszug hat 40 (30) Mitglieder, und die Altersabteilung 88 (90). Insgesamt wendeten die Feuerwehrleute 62 243 Stunden auf, rund 20 000 Stunden weniger als im Vorjahr.
Ende des Jahres beschafft die Feuerwehr ein Gebraucht-Fahrzeug als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Gerätewagen Höhenrettung. Dieses konnte nach einem Umbau in Eigenleistung im Februar in Dienst gestellt werden. Im Laufe des Jahres wird für den Ortsteil Dettingen ein neues Löschfahrzeug erwartet, das ein Tanklöschfahrzeug ersetzen wird, berichtete Kommandant Quintus.
Einen Blick auf die mittelfristige Planung warf Oberbürgermeister Frank. Er kündigte an, dass der Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt werden soll. „Die hierfür breit angelegte Untersuchung gibt uns Sicherheit“, verkündete er. Für den bisherigen Standort der Feuerwache in der Steinstraße sieht er wenig Alternativen. Als mögliche Wahlmöglichkeit nannte er einen Standort in der Pestalozzistraße. Allerdings sei, so der OB, die Steinstraße für die an- und abrückenden Kräfte optimal. Er wies darauf hin, dass ihm bewusst sei, dass es „Nutzungskonflikte mit den zwei benachbarten Schulen und dem Einkaufzentrum gibt“.
Horst Frank kündigte an, dass die Feuerwehr ein eigenes Übungsgelände erhalten soll. Eine Arbeitsgruppe werde demnächst die Arbeit aufnehmen, erklärte der Feuerwehrkommandant. „Die Feuerwehr muss genügend Raum für Schulungen haben, um ihren hohen Leistungsstandard halten zu können“, bekräftige der OB seine Vorstellung. „Für mich hat die Feuerwehr Vorrang“, betonte Frank. Autor: nea – Letzte Änderung: 2009-03-22 20:07:41
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