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Berichte

03. November 2008 – Flammen lodern weithin sichtbar

Halle des Reitclub Konstanz samt Streu und Futtermittel abgebrannt – 250 000 Euro Sachschaden

File-id: 5991
Foto: nea (03. November 2008)
File-id: 5999
Foto: nea (03. November 2008)
Reichenau/Konstanz (-) Bei einem Großbrand an der Feursteinstraße in Reichenau-Lindenbühl entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von rund 250 000 Euro. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden. Hinweise auf die Brandursache gibt es laut Polizei bisher nicht.
Das Feuer war gegen 6 Uhr von Mitarbeitern auf dem Gelände des Reitclubs Konstanz in der Lagerhalle für Streu und Futtermittel entdeckt worden. Erste Löschversuche einer Frau mittels Feuerlöscher verliefen erfolglos, berichtete Kurt Braunschweig, der dort mit seiner Frau Pächter ist und eine Reitschule betreibt. Anschließend habe sie umgehend die Feuerwehr alarmiert, sagte der frühere Turnierreiter. Da sich die Flammen rasend schnell ausgebreitet hätten, habe es nicht mehr zur Bergung des Schleppers gereicht, der in der großen Scheune gestanden hatte.
Als die hauptamtlichen Kräfte der Konstanzer Feuerwehr an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Gebäude schon in Vollbrand. Ihnen gelang es zusammen mit Helfern des Pferdehofes zwei Tiertransporter und mehrere -anhänger aus der nächsten Nachbarschaft schaffen, bevor diese durch Flammen und Hitzestrahlung erheblich beschädigt werden konnten. „Schon auf Höhe des Engelsteig war der Feuerschein zu sehen“, beschrieb Feuerwehrmann Jürgen Wehner seinen ersten Eindruck vom Brand.
Neben den Konstanzern rückten auch die Freiwillige Feuerwehr Reichenau sowie die Werkfeuerwehr des Zentrums für Psychiatrie an. Gemeinsam bauten sie eine umfangreiche Löschwasserversorgung auf. Vordringlichstes Ziel der rund ein Hundert Einsatzkräfte unter Einsatzleiter Klaus Menge war der Schutz der angrenzenden Gebäude sowie einer Dieseltankstelle. Durch die rasche Brandausbreitung waren Halle und eingelagertes Gut und die untergestellten Gerätschaften nicht mehr zu retten. Dank der umfassenden Maßnahmen gab es keine Brandschäden an anderen Gebäude. Auch für Tankstelle bestand so keine Gefahr mehr, obwohl die Flammen nur wenige Schritte von der Zapfsäule entfernt loderten.
Die gelagerten Stroh- und Heuballen – etliche waren am Samstag von Landwirten geliefert worden – wurden kontrolliert abgebrannt. Als gegen 8 Uhr das Feuer der Lagerhalle unter Kontrolle war, wurden die Kräfte der Feuerwehren und ZPR aus dem Einsatz herausgelöst. Die Feuerwehr Reichenau übernahm unter Leitung ihres Kommandanten Andreas Schlegel den Einsatz.
Die in der Halle gelagerten Stroh- und Heuballen brannten noch den ganzen Tag bis in die Nacht weiter. Die Feuerwehr Reichenau überwachte bis dahin weiterhin den Abbrand der Ballen, schützte die Umgebung vor Hitze und Funkenflug und kühlte die Tankstelle sowie die umliegenden Gebäude. Gegen 3 Uhr am Dienstagmorgen konnten die letzten Brandnester auseinander gezogen und abgelöscht werden.
Zeitweise vor Ort waren Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel, Bürgermeister Volker Steffens, Ortsbaumeister Raphael Grimm sowie Vertreter der unteren Wasserbehörde des Landratsamts Konstanz, sowie Landes- und Bundespolizei.
Am Freitagmittag (7. November) stieg erneut Rauch auf. Die Freiwillige Feuerwehr Reichenau wurde um 13.15 Uhr durch die Integrierte Leitstelle per Meldeempfänger zum Einsatz alarmiert. Vor Ort eingetroffen fanden die Einsatzkräfte kleine Flammen im Brandschutt vor. Der Pächter des Reiterhofes löschte bereits mit einem Wasserschlauch. Die Feuerwehrleute löschten die restlichen Flammen mittels Schnellangriffsleitung des Löschfahrzeuges vollständig. Sie konnten kurze Zeit später wieder einrücken.
Der Reitclub hatte am 3. Mai 2002 schon einmal einen schweren Brand erlitten. Damals war die sogenannte Feldscheuer – also das Vorgängerobjekt des heutigen Baus – abgebrannt, die von einem Brandstifter entzündet worden war. Die Vorsitzende des Vereins, Andrea Greiner, hatte die wenig erbauliche Nachricht in Hannover telefonisch vernommen: „Es ist schon heftig“, beschrieb sie ihren Gemütszustand. „Für den Verein bedeutet das jede Menge Umtrieb“, erklärte ihr Stellvertreter Horst Günther. „Es gibt eine latente Angst, wann passiert es wieder“, sorgte sich Günther, der 2002 den Brand als Vorsitzender aufgearbeitet hat.
Kurt Braunschweig, hatte jedoch eine beruhigende Nachricht: „Den Pferden fehlt es an nichts“, denn er habe über Mittag aus Geisingen einen Ersatzschlepper geholt und seine Stammlieferanten haben ihm Stroh und Heu für den gleichen Tag versprochen. Allerdings wurde es für seine Mitarbeiter vorübergehend etwas beschwerlicher, denn die zur Verteilung auf dem Hof verwendeten Zughandwagen waren ein Raub der Flammen geworden.
Autor: nea – Letzte Änderung: 2009-01-31 15:43:17

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03. November 2008 – Flammen lodern weithin sichtbar (Brandwache)


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